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Wilder Streit um Haider-Millionen Wilder Streit um Haider-Millionen

Zeuge spricht

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Wilder Streit um Haider-Millionen

Das Rätsel um die angeblichen Millionen-Spenden, die der verstorbene Jörg Haider erhalten haben soll, wird immer größer. Im profil meldete sich am Wochenende der Kärntner Geschäftsmann Franz Limpl, der die Haider-Reisen in den Irak organisiert haben soll: Laut ihm sollen mindestens 2,5 Millionen Dollar von Irak-Diktator Saddam Hussein an Haider geflossen sein.

In ÖSTERREICH spricht nun ein weiterer Zeuge (er will anonym bleiben und nur im Falle einer Befragung durch den Staatsanwalt an die Öffentlichkeit gehen). Der Geschäftsmann, der Teil der Delegation war, die Haider im Mai 2002 in den Irak begleitete, bestätigt: „Ich weiß, dass Geld von Saddam Hussein an Haider geflossen ist.“ Im Gespräch seien damals bis zu 50 Millionen Dollar gewesen, tatsächlich dürften es dann weitaus weniger gewesen sein. „Man wollte damit seine Partei finanzieren.“

Wüster Streit um Irak-Dokument entbrannt
Indessen ist ein heftiger Streit um jenes Dokument entbrannt, das Zahlungen aus dem Irak an Haider und BZÖ-Politiker Ewald Stadler beweisen soll. Das Nachrichtenmagazin profil hatte das Dokument des irakischen Innenministeriums am vergangenen Wochenende abgedruckt.

Nun wird gemutmaßt, dass es sich bei dem „Beweisstück“ um eine Fälschung handeln könnte. Die Presse berichtet, dass man im betreffenden irakischen Ministerium nichts von dem Dokument wisse. Das profil bleibt hingegen dabei, dass das Beweisstück echt sei.

BZÖ spricht von „Fälschung“ und kündigt Klage an
Im BZÖ ist man dennoch davon überzeugt, dass es sich um eine Fälschung handelt. Stadler kündigt nun eine Klage gegen profil an. Stadler: „Dass man einer Fälschung aufsitzt, kann passieren – nur habe ich dem Redakteur erklärt, was es mit diesem angeblichen Beweis auf sich hat. Jetzt lasse ich eine Klage prüfen.“ Stadler bestritt auch am Sonntag Zahlungen im Zusammenhang mit den Haider-Reisen nach Bagdad im Jahr 2002: „Leider habe ich kein Geld bekommen.“

Licht in die Causa könnte Haiders Ex-Sekretär Gerald Mikscha bringen. Er soll laut dem Tagebuch von Walter Meischberger über alle Geldflüsse Bescheid gewusst haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mikscha wegen Untreue-Verdachts. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

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