NÖ-Wahl

Wirbel um FPÖ-Spitzenkandidaten

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Udo Landbauer soll einen rechtsextremen Verein unterstützt haben.

Aufregung um Udo Landbauer: Der FPÖ-Spitzenkandidat für die NÖ-Wahl hat 2010 die Organisation „Junge Patrioten – Verein zur Erziehung zu politischer Verantwortung“ unterstützt. Das berichtet das profil. In diesem Jahr war Landbauer bereits Spitzenfunktionär der Freiheitlichen Jugend und ab April Stadtrat in Wiener Neustadt. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) klassifiziert die „Jungen Patrioten“ als rechtsextrem.

Die Organisation weise eine „völkisch-fundamentalistische Orientierung“ auf. Hauptaktivität der im Oktober 2011 wieder aufgelösten „Jungen Patrioten“ war die Veröffentlichung der Zeitschrift „gegenARGUMENT“, die dem DÖW zufolge eindeutig in der „völkisch-traditionalistischen Ausformung des österreichischen Rechtsextremismus“ einzuordnen sei.
 
Udo Landbauer bat in zwei mit seinem Konterfei versehenen Schreiben an Sympathisanten der „Jungen Patrioten“ um Spenden, darunter auch für ein vom Verein 2010 herausgegebenes „Liederbüchlein für unterwegs“. Das Buch beinhaltet unter anderem mit „Hohe Nacht der klaren Sterne“ eines der bekanntesten Weihnachtslieder aus der Zeit des Nationalsozialismus und mit „Und wenn wir marschieren“ das Bundlied des Bundes Deutscher Mädel (BDM). Laut dem Vorwort der Herausgeber des Liederbuchs der „Jungen Patrioten“ sei dessen Aufgabe, „im Dienste unseres Volkstums und in Treue zu unserem Vaterland Kräfte der Seele zu wecken und erneut zu binden“.
 
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