Wirbel um Pinkls Millionenvertrag Wirbel um Pinkls Millionenvertrag

Hypo-Chef

© TZ ÖSTERREICH / HOCHMUTH

 

Wirbel um Pinkls Millionenvertrag

Die Wellen der Empörung rund um den vergoldeten Abgang des Chefs der Krisenbank Hypo Group Alpe Adria, Franz Pinkl, gehen weiter hoch. Wie berichtet, hat Pinkl wohl Anspruch auf Auszahlung seines 5-Jahresvertrags in Höhe von rund 4,5 Mio. Euro bzw. eine nicht wesentlich niedrigere Abfertigungssumme. „Das ist unglaublich“, so SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas gestern in einer Aussendung. „Pinkl soll bei seinem Abgang nicht die Steuerzahler zur Kassa bitten. Immerhin zahlen sie für die Hypo schon, seit sie notverstaatlicht worden ist.“

Grüner Rolf Holub: „Dieser Vorgang ist ein Skandal“
Der Kärntner Grüne Rolf Holub, Vorsitzender des Hypo-Untersuchungsausschusses, empfindet es als „Skandal, dass eine Bank, die einen Euro Wert ist, eine Millionenabfertigung zahlt“. „Weil die Bank pleite ist, braucht sie jetzt einen neuen Vorstand und muss dem alten seine Ansprüche abgelten“, wettert Holub im Gespräch mit ÖSTERREICH. „Eine Gemeinheit.“

Androsch: „Vorwurf trifft die, die so einen Vertrag geben“
Er werde diese Causa auf die Tagesordnung des Hypo-U-Ausschusses bringen. „Hier geht es auch darum, wer den Vertrag mit Pinkl zu verantworten hat.“

In dem Vertrag an sich sieht auch der Industrielle und Ex-SP-Finanzminister Hannes Androsch das eigentliche Thema. Pinkl, der erst seit Juni 2009 an der Hypo-Spitze stand, könne ja nichts für die Pleite. „Deshalb ist der Vertrag, den es mit ihm gibt, auf jeden Fall einzuhalten, er hat sich ja nichts zuschulden kommen lassen. Der Vorwurf trifft die, die ihm so einen Vertrag gegeben haben und die, die ihn jetzt vorzeitig ablösen wollen. Wenn man so etwas will, kostet das immer etwas“, so Androsch zu ÖSTERREICH.

Geschlossen wurde der Vertrag von Pinkl mit dem damaligen Hypo-Haupt­eigentümer BayernLB. In einer Aussendung der Hypo vom 1. April 2009 freut sich der damalige BayernLB-Chef und Ex-Hypo-Aufsichtsratsboss Michael Kemmer ausdrücklich über die Neubestellung. Die Hintergründe des Pinkl-Vertrags will Holub jetzt durchleuchten.

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