Zahl der Flüchtlinge explodiert

Container fix

Zahl der Flüchtlinge explodiert

Während Regierung und Landeshauptleute streiten, steigt die Zahl der Asylanträge nochmals an: Waren es im Mai 6.240 gewesen, „wird es im Juni Richtung 8.000 gehen“, so Karl-Heinz Grundböck vom Innenministerium zu ÖSTERREICH.

28.000 haben heuer schon einen Antrag gestellt
Mehr als 28.000 haben heuer schon einen Antrag gestellt. Bis Jahresende werden 70.000 erwartet. Betreut werden von Bund und Ländern derzeit 39.000 Asylwerber – rund 1.200 leben in Zelten. Nach dem Scheitern des Asylgipfels muss Innenministerin Mikl-Leitner (ÖVP) einen Masterplan ausarbeiten:

  • Container: Die Länder haben weitere 6.500 Plätze zugesichert. Dabei kommen Container zum Einsatz. Das Innenministerium hat sie schon bestellt – die Länder stellen ihrerseits welche auf: In Vorarlberg sollen so 150 Plätze entstehen, in Innsbruck stehen bereits Container. Auch in Kärnten und Oberösterreich werden so Quartiere geschaffen werden – auch Schulen als Quartiere werden geprüft.
  • Kontrollen an den Grenzen zu Ungarn und Italien sind noch kein Thema. Mikl wird aber am Dienstag nach Budapest fahren, um eine gemeinsame Linie mit der Orban-Regierung zu finden. Um die EU-Außengrenze nach Serbien zu schützen, schickt Mikl-Leitner jetzt auch 40 Polizisten nach Ungarn.

3.000 drängen sich in Traiskirchen
Dramatische Bilder des Magazins Datum: Im Asyllager Traiskirchen drängen sind an die 3.000 Flüchtlinge, rund 700 haben keinen Schlafplatz. Menschen liegen wie Ölsardinen in Sälen am Boden, in der Wiese campieren Flüchtlinge. Die Essensausgabe dauert Stunden, die Schlange ist enorm. Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) fordert in einem Brief an Mikl-Leitner erneut die rasche Absiedlung der Flüchtlinge.

Mikl: "Container schon bestellt"

ÖSTERREICH: Nach dem gescheiterten Asylgipfel sollen Sie einen Masterplan ausarbeiten: Wie sieht der aus?
J. Mikl-Leitner: Ich nehme positiv mit, dass die Länder bis Ende Juli 6.500 Plätze zugesichert haben. In der kommende Woche werden wir mit jedem einzelnen Land alle Details klären.

ÖSTERREICH: Kommen jetzt Container statt Zelte?
Mikl-Leitner: Jedes feste Quartier ist besser als ein Zelt. Wir haben mit den entsprechenden Firmen Kontakt aufgenommen und wir können Container innerhalb von Tagen aufstellen. Auch Schülerheime sind nicht vom Tisch.

ÖSTERREICH: Die Zahl der Asylwerber steigt aber weiter …
Mikl-Leitner: Unser Hauptproblem ist die Westbalkan- Route. Wir haben Ungarn 40 Polizisten zur Sicherung der serbisch-ungarischen Grenze zugesichert – sie beginnen jetzt ihren Dienst. Ich fahre am Dienstag nach Ungarn, um unsere österreichisch-ungarische Allianz zu stärken. Die Irritationen, was die Dublinfälle betrifft, konnten wir ja schon ausräumen.

(gü)

 

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