Zwischenrufer Stefan will nicht zurücktreten

"Kinderschänder"-Eklat

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Zwischenrufer Stefan will nicht zurücktreten

Der freiheitliche Mandatar Harald Stefan sieht trotz der Kritik von BZÖ und Grünen an seinen Zwischenrufen vergangenen Freitag im Nationalrat "überhaupt keine Veranlassung zurückzutreten". Weder habe er auf die Sexualität des stellvertretenden BZÖ-Klubchefs Stefan Petzner angespielt, noch sei seine Gulag-Aussage in Richtung der Grünen korrekt wiedergegeben worden, sagte er am Montag.

Stefan: Zwischenruf auf Petzners "Charakter" gemünzt
Petzner sah sich nach Durchsicht des stenografischen Protokolls von der FPÖ als Kinderschänder angegriffen, weil Stefan ihm in Bezug auf dessen Zivildienst "Hoffentlich hast du nichts mit Kindern zu tun gehabt!" zugerufen hatte. Dies sei aber keineswegs auf Petzners Sexualität gemünzt gewesen, sondern generell auf dessen Charakter, betont er nun. "Kein Freiheitlicher wollte seine Kinder dem Herrn Petzner anvertrauen."

"Fast schon witzig" findet der Freiheitliche die Kritik der Grünen, außerdem sei sein Zwischenruf im stenografischen Protokoll verkürzt dargestellt worden. Er habe Peter Pilz nicht "Alle in den Gulag!" oder "Ab in den Gulag!" zugerufen, sondern: "Ihr Motto ist, alle ab in den Gulag!" Dies sei auf Pilz' Vergangenheit bei den Revolutionären Marxisten gemünzt gewesen. Außerdem habe er auf den Grünen Vorwurf reagiert, die FPÖ strebe eine "Mini-Wehrmacht im Gedankengut des vorigen Jahrhunderts" an, so Stefan.

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