Hasstiraden gegen VdB-Unterstützer

Postings von FPÖ-Fans

Hasstiraden gegen VdB-Unterstützer

Ein Video des österreichischen Designers Karl Michael sorgt nun für Furore. Allerdings geht es dabei weniger um das Video selbst, als um die Hasskommentare darunter. Der Wiener sprach sich auf Facebook für Alexander Van der Bellen und für „mehr Menschlichkeit“ aus. Vergangene Woche wurde der Clip auf seiner Seite gepostet und mittlerweile 57.000 Mal angesehen, über 400 Mal geteilt und fast 700 Mal kommentiert. Leider sammelten sich zwischen den Meldungen auch unzählige Hasskommentare von FPÖ-Fans an.

Der homosexuelle Designer wird übel beschimpft. User beschimpfen ihn als „entarteter Abschaum“, berichtet „Vice“. Er wird als „Schwuchtel“, „Gender Zwitter“ oder als „Untermensch“ bezeichnet. Die User raten ihm sogar zum Selbstmord. „Tu der Menschheit einen Gefallen und geh sterben“.

Karl Michael © Screenshot

Karl Michael © Screenshot

Keine Anzeigen

Auf Nachfrage von „Vice“ gab Karl Michael an, dass er irgendwann aufgehört hat zu lesen. Was die Leute schreiben, würde ihn selbst nicht stören. Vielmehr sind es andere Dinge. „Was mich aber wirklich erschreckt, ist, dass auch offizielle FPÖ-Seiten das Video teilen, zum Beispiel die FPÖ Kitzbühel. Da kann mir dann im Nachhinein keiner mehr erklären, dass sich die FPÖ offiziell von den Kommentaren distanziert. Das ist einfach die mieseste Propaganda. Die sticheln das Volk gegen einen 26-jährigen Menschen auf“, sagt der Wiener Designer.

Auf Anzeigen will er laut eigener Aussage verzichten.  Seine Mitmenschen um ihn machten sich bereits Sorgen, weil er die meiste Zeit allein im Geschäft sei. Das sei auch der Grund, warum er auf juristische Schritte verzichte. „Da leg ich mich ja selber auf einen Präsentierteller“, sagt er.

Karl Michael © Screenshot

Bester Werbeeffekt für VdB

Über die Meinung einiger User, dass dieses Video eine gute Werbung für Norbert Hofer sei, kann er nur lachen. Für ihn ist es durch die Hasskommentare sogar noch zu einem stärkeren Werbeeffekt für Van der Bellen geworden. "Genau das ist der Grund, warum ich das Video nicht lösche. Die Leute sollen sich bis Sonntag gut durchlesen, was da geschrieben wird. Und das, obwohl es nur das Video eines Modedesigners ist", sagt Karl Michael.

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