Häupl:

"Zuspitzung von VdB war richtig"

Häupl: "Das Gute hat das Böse besiegt"

Am Tag nach dem fulminanten Wahlsieg von Alexander Van der Bellen in Wien – siehe Grafik rechts – analysierte Bürgermeister Michael Häupl im Gespräch mit ÖSTERREICH den Ausgang:

„Gut gegen böse“

Offenbar hat sich im Finale die bewusste Zuspitzung von Van der Bellen, es auf einen Kampf „Gut gegen böse“ ausgezahlt. Aber, so Häupl: „Van der Bellen hat es geschafft, auch genau zu formulieren, was denn das Gute ist, das ist durchaus eine Lehre, die die SPÖ aus dieser Auseinandersetzung ziehen kann.“

Häupl gestärkt

Tatsächlich kann sich der Bürgermeister nach den SPÖ-internen Konflikten der letzten Monate nun bestärkt sehen. Van der Bellen hat praktisch mit einer identischen Strategie wie Häupl bei der Gemeinderatswahl 2015 gewonnen. Die These, dass das Beschwören der Angst vor der FPÖ nicht mehr bei den Wähler ankomme, hat Van der Bellen klar widerlegt.

Grüne Konflikte

Grünen-Chefin Maria Vassilakou ist da deutlich bescheidenere als ihr Koalitionspartner. Sie erklärt gegenüber ÖSTERREICH, dass das „kein Sieg der Wiener Grünen war. Diesen Sieg haben Sascha Van der Bellen und die Bürgerbewegung, die hinter ihm stand, allein errungen.“

Kein Wunder: Selbst Außenstehenden fiel auf, dass die Grünen im Van-der-Bellen-Wahlkampf als Partei nicht präsent waren. Insider behaupten, das sei keineswegs nur Strategie, sondern ein handfester Konflikt.

Wie Häupl die Folgen der Hofburg-Wahl analysiert: "Die Schlacht zwischen Strache und Hofer um die FPÖ ist eröffnet"

Die SPÖ müsse ihre Hausaufgaben machen, sich aber klar von der FP distanzieren.

HÄUPL über die Ursachen für Van der Bellens Sieg: „Er schaffte es, seine eigene Meinung darzustellen. Das war sogar wichtiger als das Argument, Hofer zu verhindern.“

HÄUPL
über die Folgen für Wien und seine Rolle: „Ich habe mich natürlich stark engagiert, sobald unser eigener Kandidat nicht mehr im Rennen war. Weil Hofer für Wien schlecht wäre. International Investoren wären ausgefallen, UNO und EU hätten wohl keine neuen Beamten in Wien platziert.“

HÄUPL
über die Lehren für die jeweiligen Parteien: „Die SPÖ ist jetzt natürlich nicht davon befreit, ihre Hausaufgaben zu erledigen. Allerdings müssen auch die Medien weiter mit mir vorlieb nehmen. Ich bleibe noch eine längere Zeit. Mit der FPÖ gibt es keine rot-blaue Schnittmenge. Aber klar ist: Die Schlacht mit Strache um die Spitze ist eröffnet.“

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