Video zum Thema Norbert Hofer nach der Stimmabgabe
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In Pinkafeld

Hofer bei Stimmabgabe zuversichtlich

FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer hat sich bei seiner Stimmabgabe am Wahlsonntag "ruhig und optimistisch gezeigt". Bei seinem Eintreffen und nach der Stimmabgabe betonte er gegenüber Journalisten, kein EU-Austrittsreferendum zu wollen. Angepeilt werden von Hofer bei der Stichwahl über 50 Prozent.

Das Medienaufkommen vor der Musikschule in Pinkafeld war groß und der Präsidentschaftskandidat wurde gleich eingangs auf die jüngsten Aussagen von Brexit-Wortführer Nigel Farage angesprochen. Dieser rechnet ja bei einem Wahlsieg Hofers mit einem EU-Austrittsreferendum. Laut Hofer handle es sich hierbei jedoch um eine "krasse Fehleinschätzung" von Farage und im Übrigen "freue ich mich nicht, wenn sich jemand einmischt", meinte er weiters.

Dieses Mal nur von Frau begleitet

Hofer kam wie bereits bei der Stichwahl vor sechs Monaten mit seiner Frau Verena zum Wahllokal. Nur die gemeinsame Tochter fehlte diesmal: "Anni ist mit dem Hund spazieren gegangen", erklärte der Dritte Nationalratspräsident. Trotz der Wahlkampfauseinandersetzungen sei dieser von "Respekt vor dem Mitbewerber" geprägt gewesen, meinte er bei seinem Eintreffen. Der von den Grünen unterstützte Kandidat Alexander Van der Bellen sei für ihn persönlich ein "sympathischer" Mensch. Wie auch immer die Wahl nun ausgehen werde, wolle er ihm hinterher die Hand reichen. Beim Ergebnis hätte er "gerne über 50 Prozent". Bei der ersten Stichwahl gab er als Ziel 52 Prozent aus und das gelte auch heute, so Hofer. Von den zahlreichen internationalen Medienvertretern danach gefragt, wohin seine ersten Auslandsreisen hingehen würden, nannte der Kandidat etwa Washington, Moskau, Brüssel sowie Österreichs Nachbarländer.

Noch sei er nicht nervös, dies werde aber wohl um 17 Uhr der Fall sein. "Ich habe ausgezeichnet geschlafen", gestern habe er außerdem noch etliche Saunagänge absolviert, gab sich Hofer entspannt. Die Presse durfte bei der Stimmabgabe im Wahllokal nicht mit dabei sein. Einsam fühle er sich dabei trotzdem nicht, ist er doch in Begleitung seiner Frau, so Hofer. Sie sei eine "große Stütze" und ein Ruhepol zu Hause, betonte er. Sollte er Bundespräsident werden, soll die Tochter im nächsten halben Jahr nicht die Schule wechseln müssen. Im neuen Amt soll auch weiterhin für die Familie und das Mountainbiken Zeit sein, meinte der Kandidat weiters. Nach der Stimmabgabe hat Hofer noch einen Friedhofsbesuch geplant und danach will er essen gehen. Am Nachmittag werde er gemeinsam mit der Familie und Freunden nach Wien fahren in die Wahlzentrale und später in die Hofburg.

Im Wahlkampf sei er trotz seiner Behinderung "extrem viel unterwegs" gewesen und habe "alles gegeben". Damit wolle er auch zeigen, dass "alles möglich" sei. Unabhängig vom Ausgang der Wahl werde sich Österreich und Europa in eine positive Zukunft entwickeln, zeigte sich Hofer beim Medienstatement nach der Stimmabgabe überzeugt. Beide Kandidaten seien "besonnene Menschen", analysierte Hofer, daher werde man das Wahlergebnis "mit Demut zur Kenntnis nehmen". Als Bundespräsident will er sich einsetzen für eine Europäische Union, die sich positiv entwickelt. "Ich will nicht den Austritt", betonte Hofer. Die Union soll sich hingegen subsidiär entwickeln. Kritisch würde er jedoch einen Beitritt der Türkei sowie Vertragsänderungen in Richtung zentralistische Union sehen.

Großer Medien-Rummel

Angesprochen wurde er von internationalen Pressevertretern auch auf das Thema Asyl. Hierzu hielt er fest, dass man zwischen "echten Flüchtlingen und Migranten" unterscheiden müsse. In Österreich habe es "leider Tradition, mit der Faschismuskeule Politik zu machen", erklärte er weiters. Er müsse daher beweisen, dass er ein "ruhiger, besonnener Politiker" sei, der nicht rechts außen stehe. Zu Anfeindungen in ausländischen Medien stellte Hofer fest: "Everybody's Darling kann man nicht sein."

Schon vor Hofers Eintreffen beim Wahllokal gab es unter den wartenden Pressevertretern Aufregung um eine Aufforderung aus dem Wahllokal, in 100 Metern Entfernung auf den Präsidentschaftskandidaten zu warten. Dem wurde zunächst - wenn auch auf weniger als 100 Metern - Folge geleistet. Mit Hofers Eintreffen war aber ohnehin alles hinfällig, Fotografen, Kameraleute und Journalisten scharten sich um ihn und folgten bis zur Tür des Wahllokals.

 

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