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Hofer gegen VdB

Immer noch knappstes Rennen in einer Stichwahl

Das Ergebnis der Bundespräsidenten-Stichwahl ist zwar jetzt schon deutlicher als jenes der auf Antrag der FPÖ vom VfGH aufgehobenen Mai-Wahl. Aber mit den 51,68 Prozent der Urnenwähler für Alexander Van der Bellen ist es immer noch die knappste der bisher vier Stichwahlen. Das dürfte sich mit der Auszählung der Briefwahl heute, Montag, ändern.

Wahlkarten fehlen noch
Denn die Hochrechner gehen davon aus, dass Van der Bellen letztlich auf 53,3 Prozent (und Norbert Hofer damit auf 46,7 Prozent) kommt. Das wären dann mehr als die 52,1 Prozent, mit denen Theodor Körner (SPÖ) 1951 gegen Heinrich Gleißner (ÖVP) gewann. Die anderen beiden Stichwahlen gingen allerdings noch deutlicher aus. Thomas Klestil (ÖVP) setzte sich 1986 sogar mit 56,9 Prozent gegen Rudolf Streicher (SPÖ) durch, obwohl er - ebenso wie Van der Bellen - im ersten Wahlgang noch Zweiter war.

Rekorde gab es diesmal andere: So lange hat noch nie eine Bundespräsidentenwahl gedauert. Rund siebeneinhalb Monate sind seit dem ersten Wahlgang vergangen. Den gewann überraschend Hofer mit 35,1 Prozent, Van der Bellen kam als zweiter der insgesamt sechs Bewerber mit 21,3 Prozent in die Stichwahl. Das war zwar ein Rekord-Abstand, aber Van der Bellen holte ihn auf - und gewann die Stichwahl am 22. Mai. Dies allerdings erst am Montag, mit der Auszählung der Briefwahl kam er auf 50,4 Prozent.

Diese Wahl focht die FPÖ an, der VfGH hob sie wegen Mängel bei der Briefwahlauszählung und der vorzeitigen Veröffentlichung der Ergebnisse auf. So musste erstmals eine Wahl bundesweit wiederholt werden. Diese wurde für den 2. Oktober ausgeschrieben. Da aber zahlreiche Wahlkarten auftauchten, bei denen die Verklebung nicht hielt, verschob der Innenminister die Wahl auf den 4. Dezember.

Angelobung erst 2017
Angelobt wird der neue Präsident sogar erst im nächsten Jahr, am 26. Jänner - obwohl Heinz Fischers Amtszeit schon am 8. Juli zu Ende ging.

Nicht ungewöhnlich war übrigens, dass mit der Van der Bellen der Zweite des ersten Wahlganges doch noch Bundespräsident wird - sondern eigentlich das üblichere Muster in nun drei von vier Stichwahlen. Der einzige Kandidat, der als Erster des ersten Durchganges auch im Stechen vorne blieb, war Kurt Waldheim im Jahr 1986 gegen Kurt Steyrer (SPÖ).
 

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