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Josef Hader nennt Hofer einen „Kerzlschlucker“

Interview sorgt für Aufregung

Josef Hader nennt Hofer einen „Kerzlschlucker“

Nur noch ein Tag bis zur Hofburg-Wahl. Dann ist der längste Wahlkampf aller Zeiten in Österreich Geschichte. Wie die Wahl ausgehen wird, ist dabei völlig offen, was jedoch feststeht: Österreich ist gespalten.

Viele Experten und Politbeobachter sagen, die Kandidaten hätten mit ihren teilweise untergriffigen Kampagnen der Demokratie einen Bärendienst erwiesen. Auch die österreichische Promi-Szene meldete sich in den vergangenen Monaten immer wieder zu Wort und wurde politisch aktiv. So auch Josef Hader kürzlich in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“.

Wahlkampf polarisiert die Menschen
In dem Gespräch analysiert Hader unaufgeregt wie immer die aktuelle politische Lage in Österreich und spricht offenbar vielen Menschen damit aus der Seele. Der Artikel wird momentan auf Facebook hundertfach geteilt.  "Drei Wahlkämpfe gab es in diesem Jahr, jeder hat die Leute noch ein Stückl weiter polarisiert. Und ein weiteres Jahr ist mit einer großen Koalition vergangen, die nicht fähig oder willens war, gemeinsam wichtige Dinge weiterzubringen", so Hader.

Hofer ein "Kerzlschlucker"
Auch auf Norbert Hofer kommt der Schauspieler in seiner Analyse zu sprechen.  Hofer stehe für seine Wähler als ein Symbol für die „guten alten Zeiten“, „wo es weniger Ausländer gab und alle Menschen angeblich anständiger waren“. Dieses Gefühl würde Hofer perfekt bedienen, so Hader. In diesem Zusammenhang nennt Hader Norbert Hofer auch einen „Kerzlschlucker“. Das sei jemand „der nach außen hin sehr fromm“  tut, „auch wenn es in ihm drinnen ganz anders“  ausschaut.

„Daran muss ich ab und zu bei den Fernsehauftritten vom Herrn Hofer denken. Er hat sich meistens unter Kontrolle. Und dann blitzt manchmal eine lang und ungesund aufgestaute Aggression hervor. Aber wie er wirklich ist, weiß wahrscheinlich nur er selber.“

 Wir befinden uns “gefühlt in einer Vorkriegszeit“
"Jetzt ist gefühlt eine Vorkriegszeit. Und die Populisten bemühen sich um eine Endzeitstimmung. Der FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache redet von einem möglichen Bürgerkrieg und spricht damit allen aus der Seele, die wollen, dass es bald irgendwie kracht.", so Hader weiter und rechnet mit diesen Schlag von Menschen ab: „Man möchte gern irgendetwas zusammenbrechen sehen, weil einem fad im Schädel ist". Doch Hader zeigt sich am Ende doch etwas optimistisch, egal wie die Wahl ausgehen könnte:

Wir haben wie gesagt eine stabile Demokratie, die jedes Wahlergebnis aushalten wird. Und ich werde mich entweder freuen oder das Ergebnis zur Kenntnis nehmen. Und mich als Bürger wieder engagieren, dass die nächste Wahl möglichst in meinem Sinn ausgeht. So läuft das in Demokratien.“

Das ganze Interview lesen Sie hier

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