Van der Bellen feiert Erdrutschsieg in Vorarlberg

Hofburg-Wahl

Van der Bellen feiert Erdrutschsieg in Vorarlberg

Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen hat in der Bundespräsidenten-Stichwahl in Vorarlberg Norbert Hofer (FPÖ) deklassiert. Van der Bellen kam im westlichsten österreichischen Bundesland auf 60,4 Prozent Stimmenanteil (annullierte Wahl inkl. Briefwahl: 58,6) und hatte am Wahlsonntag damit 20,8 Prozentpunkte Vorsprung auf seinen Kontrahenten Hofer (39,6 Prozent; Mai: 41,4).

Van der Bellen lag in 90 (Mai: 73) der 96 Vorarlberger Kommunen vor Hofer, lediglich in Warth (Bez. Bregenz) sowie in fünf Kommunen des Bezirks Bludenz - Bartholomäberg, Bürserberg, Gaschurn, St. Gallenkirch, Silbertal - stimmten die Wähler in der Mehrzahl für den FPÖ-Kandidaten. Im Mai hatte Hofer noch 22 Gemeinden für sich entscheiden können. Gekippt sind unter anderen jene drei Kommunen, in denen FPÖ-Bürgermeister das Sagen haben (Hohenems, Fußach, Nenzing) wie auch Dünserberg (Bez. Feldkirch), wo im Mai beide Kandidaten gleich viele Stimmen (jeweils 27) erhalten hatten. Dieses Mal lag Van der Bellen in Dünserberg zehn Stimmen (41:31) voran.

AUSZAEHLUNG_VBG.jpg © oe24.TV

Der 72-jährige Van der Bellen entschied am Sonntag alle fünf Vorarlberger Städte für sich, nachdem im Mai in Hohenems noch Hofer triumphiert hatte. In der Landeshauptstadt Bregenz (63,5 Prozent; Mai: 59,4), in Dornbirn (61,4 Prozent; 58,1), Feldkirch (62,3 Prozent; 59,6) sowie in Bludenz (61,8 Prozent; 57,5) lag Van der Bellen jeweils jenseits der 60 Prozent-Marke, in Hohenems reichte es immer noch für 52,9 Prozent (49,7).

Seinen Bestwert erzielte Van der Bellen mit 78,4 Prozent in Lech am Arlberg und übertraf damit die 78,2 Prozent in Schröcken, wo er im Mai mit 75,4 Prozent die größte Unterstützung erfahren hatte. Am wenigsten Zustimmung erhielt er in Warth, wo er sich mit 40,5 Prozent begnügen musste. Insgesamt kam Van der Bellen in acht Kommunen auf über 70 Prozent Stimmenanteil (Mai: 3) und in weiteren 47 (Mai: 26) über 60 Prozent. In 35 Gemeinden lag das Van der Bellen-Ergebnis zwischen 50 und 60 Prozent.

Am ehesten zu punkten wusste Hofer in Vorarlberg wie beim annullierten Wahlgang vor allem in der Talschaft Montafon bzw. im Süden des Landes, wo er (mit Ausnahme von Warth) die wenigen Gemeinden für sich entscheiden konnte und in einigen anderen nur wenige Stimmen auf Van der Bellen fehlten. Sein stärkstes Ergebnis (wie bei allen vorangegangenen Wahlgängen) erreichte Hofer aber wieder in Warth mit 59,7 Prozent (67,2). Dennoch gingen im Bezirk Bludenz, zu dem das Montafon gehört, 24 von 29 Gemeinden an Van der Bellen, im Bezirk Bregenz waren es 39 von 40 (Warth), im Bezirk Feldkirch (26) und im Bezirk Dornbirn (3) alle. Im Mai hatte es Hofer noch drei Mal über die 60 Prozent- und 19 Mal über die 50 Prozent-Marke geschafft.

Mehr Wähler als im Mai

Die Wahlbeteiligung lag bei 58,1 Prozent und damit um 3,9 Prozentpunkte über der Mai-Marke ohne Briefwahlkarten. In Vorarlberg wurden dieses Mal 30.668 Briefwahlkarten ausgestellt, nachdem es im Mai noch 34.821 gewesen waren. Bei der annullierten Stichwahl hatten mehr als zwei Drittel der Vorarlberger Briefwahlwähler für Van der Bellen gestimmt, womit sich sein damaliges Ergebnis von 56,4 auf 58,6 Prozent verbessert hatte. Laut SORA-Hochrechnung wird Van der Bellen mit den Briefwahlkartenstimmen noch auf 62,1 Prozent Stimmenanteil zulegen (Hofer: 37,9 Prozent).

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