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Hofer im letzten Interview

"Van der Bellen ist für mich wie ein Barbapapa"

ÖSTERREICH: Warum sind beim ORF-Duell derart die Fetzen geflogen?

Norbert Hofer: Es war emotional. Als der erste Angriff gekommen ist, wo Van der Bellen das Bild seines Vaters hergezeigt hat, war das ja vorbereitet, um wieder das Nazi-Thema zu spielen. Da musste ich reagieren. Ich bin täglich mit diesen Vorwürfen konfrontiert. In meiner Heimatgemeinde wurde schon wieder plakatiert „F*** Hofer“.

ÖSTERREICH: Aber was hat Sie konkret gestört, als er das Bild hingelegt hat?

Hofer: Dass es auch meinem Vater vorgeworfen wurde. Mein Vater ist Christdemokrat gewesen, dann hat er mit der Politik aufgehört, weil meine Schwester gestorben ist und dann war er parteifreier Gemeinderat bei der FPÖ und Obmann des burgenländischen Seniorenrings. Auch da wurde gepostet, er sei ein Erznazi. War er natürlich nicht. Jahrgang 33, war kein Nazi. Ich hätte auch viel lieber diskutiert über die Frage, wie es mit Österreich weitergeht.

ÖSTERREICH: Heißt, was Sie gestört hat, war, dass Van der Bellen sofort versucht hat, die Diskussion auf eine Ebene der persönlichen Angriffe zu lenken?

Hofer: Wenn ich das mit dem Autofahren vergleichen darf: Er hat vom Komfort- plus-Modus auf Sport geschaltet. Und ich habe dann auf Sport plus geschaltet.

ÖSTERREICH: Sie haben dann mehr als 100 Mal das Wort Lügner gebracht. Das heißt, Van der Bellen ist für Sie eigentlich eine Mogelpackung?

Hofer: Ja. Er hat kommunistisch gewählt, dann Peter Pilz unterstützt, dann ist er zur SPÖ gegangen. Dann war er Obmann der Grünen und jetzt tut er so, als wäre er nicht grün gewesen. Kennen Sie die alte Kinderserie, die Barbapapas, die sich immer verändern? So kommt mir das vor.

ÖSTERREICH: Sie haben in der TV-Diskussion angedeutet, dass Sie bereits eine Einladung zu Donald Trump haben.

Hofer: Es gibt Kontakte zu führenden Republikanern und da sind wir gerade dabei, etwas zu fixieren. Einer der ersten Besuche soll bei Trump sein. Und der russische Botschafter hat mich gefragt, wann ich nach Moskau komme. Mir ist diese Verbindung zu den USA und Russland so wichtig, weil wir beiden so unglaublich viel verdanken.

ÖSTERREICH: War das im Duell auch ein bisschen auf den Spuren von Trump? Da haben einige gesagt, jetzt hat er Trump gelernt, jetzt dreht er auf.

Hofer: Nein, das wäre in Österreich, glaube ich, nicht so gut, so aufzutreten wie Donald Trump. Das würde nicht gut ankommen.

ÖSTERREICH: Wird Orban auch auf Ihrer Liste stehen? Der zündet zwei Kerzen an, wenn Sie Präsident werden.

Hofer: Ich habe im Sommer ein sehr nettes Gespräch mit ihm gehabt. Das war sehr angenehm, sehr freundschaftlich. Wir haben unsere Handynummern ausgetauscht.

ÖSTERREICH: Jetzt ist ja eines Ihrer Ziele, dass die Sanktionen gegen Russland wegkommen. Da hat die Welt gerade auf Sie gewartet, könnte man sagen.

Hofer: Ich habe den Herrn Botschafter gefragt, ob er sich das vorstellen kann und die Antwort war, dass für Russland Wien immer ein Ort der Begegnung ist. Jetzt müssen wir Richtung USA schauen, ob dort Interesse besteht.

ÖSTERREICH: Wie werden Sie den Wahltag verbringen?

Hofer: Frühstücken, um 9.30 Uhr geht’s in die Kirche, danach gleich zur Wahl. Danach gehen wir essen in ein Wirtshaus, nur wenige Meter von unserem Haus entfernt. Und dann fahren wir nach Wien. Dort treffe ich Freunde, Verwandte, meine große Tochter. Erst sind wir in meinem Büro, dann in der FPÖ-Zentrale.

ÖSTERREICH: Gibt es noch immer kein Fest trotz der Wettquoten? Es könnte ja sein, dass heute Ihr Sieg schon feststeht.

Hofer: Nein, weil man das Ergebnis in Demut abzuwarten hat. Es könnte knapp werden. Wenn doch nicht, wird sich jemand zum Feiern finden. Wir haben die Erfahrung gemacht beim letzten Mal, man muss abwarten, was zum Schluss herauskommt.

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