Katastrophen-Orte für die Wehrpflicht

Steiermark

Katastrophen-Orte für die Wehrpflicht

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In von Umweltkatastrophen besonders betroffenen Gemeinden ist das Ergebnis der Bundesheer-Volksbefragung vom Sonntag zum Teil von den jeweiligen Landes-Ergebnissen abgewichen. Am Auffallendsten war dies in jenen steirischen Gemeinden zu beobachten, die im vergangenen Sommer von schweren Murenabgängen und Überflutungen betroffen waren - dort votierten deutlich mehr Wahlberechtigte für die Wehrpflicht als im Land Steiermark. Abweichungen gab es auch an den Kasernenstandorten.

Video: Das sagen Fischer, Faymann und Strache im oe24-Interview:

Video zum Thema Volksbefragung über die Zukunft des Bundesheeres

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In der steirischen Gemeinde Trieben, in der St. Lorenzen im Paltental liegt, das im Sommer 2012 von einem schweren Murenabgang betroffen war, votierten 72,7 Prozent für die Wehrpflicht. In der Steiermark lag die Zustimmung für den Status quo bei 66,0 Prozent und damit doch etwas unter dem Ergebnis dieser Katastrophengemeinde.

Großsölk und Kleinsölk
Noch deutlicher über dem steirischen Ergebnis fielen die Ergebnisse von Großsölk und Kleinsölk aus: Hier stimmten 88,2 bzw. 86,1 Prozent der Wahlberechtigten für die Wehrpflicht. Und ganze 89,3 Prozent gaben in der Gemeinde Oppenberg der Wehrpflicht ihre Stimme. Im Juli 2012 war die Gemeinde durch eine Mure von der Außenwelt abgeschnitten worden.

Ebenfalls recht deutlich über dem Landesergebnis von 62,8 Prozent für die Wehrpflicht lag die Tiroler Gemeinde Galtür: Der Ort war 1999 Schauplatz einer Lawinenkatastrophe mit 31 Toten und einer mehrtägigen Luftbrücke des Bundesheeres. Am Sonntag stimmten dort 73,2 Prozent für die Beibehaltung der Wehrpflicht.

In den vom "Jahrhundert-Hochwasser" 2002 betroffenen Gemeinden gab es ebenfalls Abweichungen vom jeweilen Landes-Ergebnis, allerdings nicht so deutlich. Am auffälligsten war hier das niederösterreichische Spitz an der Donau, wo sich 74,6 Prozent für die Wehrpflicht entschieden - in Gesamt-Niederösterreich waren dies 60,8 Prozent.

Abweichungen gab es zum Teil auch an den Kasernenstandorten. Am deutlichsten war dies in der Gemeinde Allentsteig, wo das Bundesheer seinen größten Truppenübungsplatz hat. Dort gab es 74,1 Prozent Zustimmung zur Wehrpflicht, um 13,3 Prozentpunkte mehr als in ganz Niederösterreich. Mehr Wehrpflicht-Fans als im Landesschnitt gab es auch im Salzburger Tamsweg, wo 72,8 Prozent keine Veränderung wollten (Salzburg: 61,0 Prozent). Auch in Güssing, wo die modernste Kaserne Österreichs steht, waren mit 57,3 Prozent deutlich mehr Wahlberechtigte für die Wehrpflicht als im gesamten Burgenland (50,5 Prozent). Ebenfalls über dem Landes-Schnitt war die Gemeinde Spittal a.d. Drau - mit 68,2 Prozent votierten hier mehr Personen für die Wehrpflicht als in ganz Kärnten (63,3 Prozent).

 

Diashow Wehrpflicht: Polit-Größen bei der Stimmabgabe

Heinz Fischer, Bundespräsident

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Werner Faymann, Bundeskanzler

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Norbert Darabos, Verteidigungsminister

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