Zivildienst:

SPÖ Burgenland für "Sozialjahr Light"

Nach dem mehrheitlichen Votum für die Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst tritt die SPÖ Burgenland für eine Reform des Zivildienstes ein. Vorgeschlagen wird ein "Sozialjahr Light": Dazu könnte der Zivildienst auf sechs Monate verkürzt und auf freiwilliger Basis auch für Frauen geöffnet werden. Zusätzlich soll eine freiwillige Verlängerung auf insgesamt zwölf Monate möglich sein, erläuterten SP-Klubobmann Christian Illedits und Jugendsprecher LAbg. Mario Trinkl am Montag vor Journalisten in Eisenstadt.

Für Männer, die ihren Zivildienst verlängern, soll es ab dem siebenten Monat die 1.400 Euro Brutto gemäß dem Sozialjahr-Modell von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) geben, so Trinkl.

"Bonifikationen" sollten den Anreiz zu erhöhen, Zivildienst zu leisten. Beispielsweise sollten Zivildiener, die später eine Ausbildung im Bereich der Kranken- und Altenpflege oder ein Medizinstudium anstreben, für ihre Zivildienstzeit Zusatzpunkte bei Aufnahmeverfahren an Schulen, Fachhochschulen und Universitäten erhalten.

Beim Zivildienst erworbene Kompetenzen müssten in der späteren Berufslaufbahn sowie als Vordienstzeit im Öffentlichen Dienst angerechnet werden, schlug Trinkl vor. Eine Reform sei durch die demografische Entwicklung unerlässlich, "da uns ansonsten die Zivildiener schlichtweg ausgehen werden", meinte der SPÖ-Politiker.

Vor allem die jungen Menschen seien sehr stark an einer Reform interessiert, so Klubchef Illedits, der auch beim Bundesheer für eine Erneuerung plädierte: Das Heer sei finanziell über Jahrzehnte ausgehungert worden. Deshalb sei es an der Zeit, es mit den nötigen finanziellen Mitteln sowie mit dem nötigen Material und Personal auszustatten.

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