1,712 Mio. Euro für ORF-Personalrochaden

Brisante Rechnung

© Hochmuth TZ

1,712 Mio. Euro für ORF-Personalrochaden

Der Krieg im und um den ORF wird immer härter – und teurer: Wie berichtet, will die ÖVP dem geplanten ORF-Radiodirektor Karl Amon nicht zustimmen. Bislang hat er nur die Unterstützung der SP-Stiftungsräte.

Vor dem ORF-Finanzausschuss am Montag und der Stiftungsratssitzung am Donnerstag – dort soll Amon gewählt werden – liegt ÖSTERREICH eine brisante ORF-interne Berechnung aus Stiftungsratskreisen vor. Demnach sollen den ORF die Personalrochaden 1,712 Millionen Euro kosten:

865.000 Euro für Ablöse.
Der bisherige ORF-Radiodirektor Willi Mitsche bekommt schließlich einen neu geschaffenen Job: Er wird künftig für Ausbildung von Hörfunkjournalisten zuständig sein. Dafür erhält er ein Landesdirektorengehalt in Höhe von 160.000 Euro 15-mal im Jahr. Dazu hat er einen Anspruch auf ein Dienstauto. Und weil er auf ein Drittel seines Gehaltes verzichtet, handelt es sich um eine Änderungskündigung. Mitsche kriegt daher eine Abfertigung in Höhe von 500.000 Euro. Die Gesamtsumme für Mitsches Ablöse beträgt daher 865.000 Euro.

847.000 Euro für Nachbesetzungen.
Auch die Nachbesetzungen kosten laut diesen Berechnungen: Das Gehalt des neuen Radiodirektors beträgt 260.000 Euro brutto 15-mal im Jahr, dazu wurden 70 Prozent Lohnnebenkosten berechnet. 20.000 Euro soll das Dienstauto kosten. Zudem hat der Radiodirektor Anspruch auf eine Prämie in Höhe von 15 Prozent seines Gehaltes. Die neuen Kosten kämen demnach auf 614.000 Euro für den Radiodirektor. Die Kosten für die Nachbesetzung von Amon als TV-Chefredakteur belaufen sich auf 233.000 Euro. Insgesamt handelt es sich also um 847.000 Euro für diese Rochaden.

Wrabetz rechnet neu.
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz lässt nun nachrechnen. Er will „kostenneutrale Rochaden“. Sonst droht beim Stiftungsrat ein Debakel.

SPÖ: Zittern um Voves und hoffen auf Häupl

Sitzung. Bei der SPÖ-Präsidiumsklausur heute im Gartenhotel Altmannsdorf werden die Roten voll in den Wahlkampfring steigen.

SP-Bundeskanzler Werner Faymann will sowohl Steiermarks Franz Voves als auch Wiens Michael Häupl unterstützen.

Für die steirische Landtagswahl am 26. September sieht man derzeit aber eher Schwarz. Laut SP-interner Umfragen liege die ÖVP in der Steiermark vorne. Aufgegeben hat man freilich noch nicht: „Der Vorteil von Voves ist, dass er ein starker Wahlkämpfer ist“, sagt ein roter Stratege.

Die volle Konzentration der Bundes-SPÖ liegt aber vor allem auf Wien: Hier sieht man „intakte“ Chancen für Wiens SP-Bürgermeister Michael Häupl, die absolute Mehrheit zu halten.

Und das würde Werner Faymann dann auch unangenehme SP-interne Debatten ersparen, selbst „falls die Steiermark wieder schwarz werden sollte“, hofft ein SP-Mann.

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