Das Polit-Beben in den Parteien

Politik-Insider

Das Polit-Beben in den Parteien

Seiten: 123

Insider-Blick in jede Partei:

  • SPÖ: Faymann will jetzt Justizministerium, Seite 1
  • FPÖ: Strache träumt nun davon, Erster zu werden, Seite 2
  • ÖVP: Spindelegger will nun in ÖVP aufräumen, Seite 2
  • NEOS, Stronach & GRÜNE gesammelt auf Seite 3


Ausreden? Das historisch schlechte Abschneiden der Regierung hat die Koalitionsparteien nun in einer Frage zusammengeschweißt: Wer ist schuld am Debakel? Der ORF. Sowohl SPÖ als auch ÖVP erklären hinter vorgehaltener Hand, dass die unzähligen TV-Konfrontationen – freilich auch auf Puls 4 und ATV – nur einem genützt hätten: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

In den 1990er-Jahren wurden einst Magazine und Zeitungen für den Aufstieg Jörg Haiders verantwortlich gemacht. Tatsächlich dürfte die TV-Präsenz Strache vor allem in seinem Kampf gegen Frank Stronach genützt haben.

In der FPÖ zeigte man sich bereits im Sommer – noch vor Start der Wahl-Duelle – zuversichtlich, dass diese den damals angeschlagenen Strache „wieder starkmachen“ würden. Wie auch immer.

SPÖ zürnt den Grünen und Glawischnigs Auftritten
In der SPÖ ist man zudem extrem sauer auf die Grünen und Eva Glawischnigs ORF-Auftritte. Diese habe „andauernd allen anderen Korruption vorgeworfen und damit nur der FPÖ geholfen“.

Ob das wohl als Fehleranalyse reicht? Wohl kaum. Politikberaterin Heidi Glück warnt in ihrer Analyse die Koalition vor Trugschlüssen: „SPÖ und ÖVP haben so stark verloren, weil ihnen die Leute keine Reformfähigkeit mehr zutrauen. Das erklärt auch, wieso Parteien wie Stronach und NEOS gewinnen konnten.“ Die Menschen wollen Veränderungen ...
 

SPÖ will Justiz- statt Verteidigungsressort

In der Steiermark hat die SPÖ gestern ein veritables Debakel erlebt. Das schwächt parteiintern nicht nur SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves, sondern auch den roten Spitzenkandidaten der Steiermark. Und dieser ist just SPÖ-Verteidigungsminister Gerald Klug.

Teilen der SPÖ kommt das gar nicht ungelegen. Denn sie wollen ohnehin das Verteidigungsressort an die ÖVP abgeben – so denn es zu einer Neuauflage der abgewatschten Koalition kommen sollte.

Justizagenden
Die SPÖ will stattdessen das Justizressort für sich reklamieren. Sollte es freilich zu einer Dreier-Koalition kommen, würden die Karten neu gemischt werden.

Mobilisierung
In der SPÖ geht allerdings hinter den Kulissen bereits das Rumoren los. Immerhin hat die SPÖ – wie auch die ÖVP – das historisch schlechteste Ergebnis eingefahren.

Kanzler Werner Faymann will daher seine Partei neu aufstellen. Das dürfte auch die Klubführung und die Partei in Wien betreffen. Gut möglich, dass Bürgermeister Michael Häupl da ein gewichtiges Wort mitreden wird...

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Autor: Isabelle Daniel
Seiten: 123
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