25. Februar 2010 20:11
© Roman Fuhrich/TZ ÖSTERREICH
Am Samstag versammelt Ex-SP-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer eine
bemerkenswerte Gruppe um sich: Im Presidential Room im Faculty House der
Columbia University wird er mit ehemaligen Kulturministern aus dem früheren
Ostblock diskutieren.
Das Thema des hochkarätigen Panels, an dem auch Ex-VP-Vizekanzler Erhard
Busek teilnimmt: Erreichtes und Desillusionierendes seit 1989.
Gusenbauer ist an der New Yorker Eliteuniversität regelmäßiger Gastdozent.
Die Runde am Samstag will sich auch mit dem Postkommunismus
auseinandersetzen. Gusenbauer ist erst vergangene Woche von seinem Urlaub
auf Kuba zurückgekehrt. Der Ex-Kanzler zu ÖSTERREICH: „Auf Kuba wird der
Kommunismus ganz anders gelebt als in den Ex-Ost-Ländern“. Davon wird er
auch den US-Studenten am Samstag berichten. Sie werden ihm mit Spannung
lauschen – aus den USA aus darf man ja nicht nach Kuba reisen …
Schwarz-blau-orange Neo-Allianz im ORF
Im ORF sorgt man sich, wie berichtet, über die Dossiers von
Ex-ORF-Personalchef Wolfgang Buchner. Nun schlagen ORF-Kreise mit Buchners
Sonderverträgen zurück. Demnach habe Buchner ein Jahresgehalt von rund
220.000 Euro, das er auch während seiner Dienstfreistellung erhalte. Buchner
wird nach seinem ORF-Abgang zudem eine Abfertigung in Höhe von 25
Monatsgehältern erhalten.
Im ORF-Stiftungsrat hat sich gestern jedenfalls eine schwarz-blau-orange
Allianz pro Buchner gebildet. Zwar wird die Dienstfreistellung nicht
zurückgenommen, doch müsse ORF-Chef Alexander Wrabetz den Stiftungsrat
künftig über solche Ablösen vorab informieren.
ORF-Insider gehen davon aus, dass die Fronten in diesem Krieg nun noch
härter werden. Sie warten auf den nächsten Schritt von Buchner …
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