Nervenkrieg um den Chefposten im ORF

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Nervenkrieg um den Chefposten im ORF

Gestern endete die Frist für die Bewerbung um den ORF-Chefposten. Neben dem bisherigen ORF-General Alexander Wrabetz und ORF-Finanzchef Richard Grasl wollen sich noch sechs weitere Kandidaten der ORF-Wahl am 9. August stellen. Die Kandidaten sind fast durchwegs im Medienbetrieb Unbekannte: David Küblböck, Karl Maihoroff, Günter Ofner und Karl Anton. Zwei weitere Kandidaten wollen anonym bleiben. ÖSTERREICH-Recherchen ergeben, dass ein Geheimkandidat Adrian Hollaender ist. Der 45-jährige Sohn des Ex-Opern-Direktors löste mit seiner Nähe zur FPÖ und einem falschen Professorentitel vor einigen Jahren Aufregung aus.

Adrian Hollaender als Jux – Duell Wrabetz gegen Grasl

Echte Chancen haben freilich nur Wrabetz – ihn wählen fix die 13 SPÖ-Vertreter im ORF-Stiftungsrat – und Grasl, den die 13 ÖVP-Stiftungsräte unterstützen. Derzeit ist das Match noch offen und führt zu einem Nervenkrieg zwischen Parteien und Kandidaten.

Wrabetz und Grasl kämpfen um die Stimmen von FPÖ, Grünen, Neos und Unabhängigen. Wrabetz dürfte die Unterstützung von zwei Betriebsräten haben. Grasl kann mit dem Stiftungsrat des Teams Stronach fix rechnen.

Derzeit haben beide Herren nicht die nötigen 18 Stimmen im Stiftungsrat – oder 17 Stimmen und eine Enthaltung. Derzeit scheint Wrabetz leicht im Vorteil zu sein. Aber: Grasl stellte nun eine Info-Offensive mit Ausweitung des Nachrichtenprogrammes vor.

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