18. Jänner 2012 13:47
Der Ex-SPÖ-ORF Stiftungsrat Nikolaus Pelinka wird seine Bewerbung als Büroleiter von ORF-Chef Alexander Wrabetz zurückziehen.

Die aktuelle Entwicklung finden Sie hier im LIVE-TICKER >>
Seit fast vier Wochen hatten ORF-Redaktion und Betriebsrat massiv gegen diese Personalentscheidung protestiert - zuletzt in einem aufsehenerregendem Youtube-Video von 55 ORF-Journalisten.
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Niko Pelinka sind in den letzten Tagen - berichten mehrere ORF-Granden - zu dem Schluß gekommen, dass es nicht sinnvoll sei gegen die Mehrheit des ORFs zu entscheiden. Im Sinne der Glaubwürdigkeit des Unternehmens wird die Bewerbung nun zurückgezogen.
Der Streit um Pelinka in Zitaten
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
"Neuer Büroleiter wird der bisherige Stiftungsrat Nikolaus Pelinka...", heißt es in einer Aussendung des ORF am 23. Dezember. Ein kurzer Hauptsatz, der seine Wirkung jedoch nicht verfehlt. Statt dem erhofften Weihnachtsfrieden beginnen laute Proteste im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
"Das glaub ich jetzt nicht! APA meldet eben, Niko Pelinka wird Wrabetz-Büroleiter. Warum nicht gleich Laura Rudas?", twittert "ZiB2"-Moderator Armin Wolf gleich darauf empört.
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
Sie "entbehren jeglicher sachlicher Begründbarkeit" und seien "offensichtlich die Erfüllung von Parteiwünschen", protestiert der ORF-Redakteursrat am 23. Dezember - gemeint sind neben Pelinka auch die gleichzeitig bekanntgegebenen Bestellungen von Thomas Prantner und Robert Ziegler. Ersterer soll stellvertretender technischer Direktor werden, zweiterer wurde zum Bundesländerkoordinator bestimmt; allesamt Besetzungen, die auf parteipolitische Wünsche zurückgehen, finden die Redakteure.
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
"Sehr mutig" findet diese Reaktion der unabhängige Stiftungsrat Franz Küberl, der via Kathpress am Weihnachtstag ausrichten lässt, dass ihn die Personalentscheidungen "sehr irritiert" zurückgelassen hätten.
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
"Beim Österreichischen Rundfunk (ORF) werden folgende Dienstposten ausgeschrieben: Redakteur/in (Leitung des Büros GD)..." lautet die entsprechende Ausschreibung im Amtsblatt der "Wiener Zeitung", die fünf Tage nach der Bekanntgabe der Besetzung des Wunschkandidaten Pelinka erscheint.
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
"Er hat Erfahrung, Wissen, hat sich in den vergangenen zwei Jahren sehr für den ORF eingesetzt und mein persönliches Vertrauen", sagt Wrabetz am selben Tag über seinen 25-jährigen Büroleiter in spe.
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
"Weder der Kanzler noch ich haben Pelinka dort hingeschickt", versichert Medienstaatssekretär Josef Ostermayer am 29. Dezember zum geplanten Avancements des Vertrauten der SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas.
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) solidarisiert sich dennoch mit den Protesten der ORF-Redakteure und kritisiert die eigene Partei: "Wir sollten so etwas nicht nötig haben."
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
So ganz wird die SPÖ das Thema weiterhin nicht los, was bereits am 2. Jänner deutlich wird: Keine Geringere als Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek geht in einem Text mit dem jungen SPÖ-Sprössling ins Gericht: "Das Ende der Sozialdemokratie" ortet sie in dem Stück mit dem Titel "Der kleine Niko": "Die Sozialdemokratie als Maßschneiderei für Karrieren, so endet sie."
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
"Weder der Kanzler noch ich haben Pelinka dort hingeschickt", versichert Medienstaatssekretär Josef Ostermayer am 29. Dezember zum geplanten Avancements des Vertrauten der SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas.
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
"Gerade in Stabsfunktionen geht es nicht nur um Qualifikationen, um die selbstverständlich auch, sondern auch um ein persönliches Vertrauensverhältnis, das sich meist über einen längeren Zeitraum entwickelt", argumentiert Wrabetz intern per Rundmail erneut mit dem guten Draht zu dem 25-Jährigen.
© APA
Die Chronologie der ORF-Personalie in Zitaten
Niko Pelinka erklärt am selben Tag, er habe keinen Plan B und führt seine Bewerbung auf einen Wunsch des ORF-Chefs zurück: "Er hat mich angehalten, mich zu bewerben. Mehr kann ich dazu nicht sagen."
Protestvideo der ORF-Redakteure
In einem normalen Land würde das der Korruptionsstaatsanwalt aufgreifen und auch Wrabetz müsste gehen.
Vielleicht hat er noch keinen AMS Courching Kurs besucht. Ich meine, da würde er sich
wohlfühlen. Mit dem Parteibuch ist da nicht viel zu machen.
Wie kann so eine 25 jährige Rotznase bereits ein "ehemaliger" ORF-Stiftungsrat sein, während Andere in seinem Alter mühselig einem ordentlichen Arbeitsplatz oder einer besseren Ausbildung entgegenstreben?
Über das sollte diskutiert werden. Das ist betrügerischer Umgang mit ORF Beiträgen. Da sollte unsere politische Staatsanwaltschaft endlich einmal aktiv werden...! Aber warum aufregen? Jeder denkende Bürger hat es schon längst durchschaut, wir haben unser demokratisches Projekt Österreich längst an eine Gruppe skrupelloser "Oligarchenfamilien" verloren!
Es gibt genug Rote die mit ihren Parteibuch beim ORF arbeiten und haben außer diesen nichts beim ORF.
Ja die kommen zum Arbeiten!
Was mich dabei freut ist das die SPÖ an ihre Grenzen gestoßen ist die Freunderlwirtschaft dieser Partei ist ja sagenhaft.
mit solche pelikans&consorten schaufelt sich die spö nur ihr eigenes grab.
setzt den zahntecknicker in ein stilles kammerl vom orf.
um nicht das gesicht zu "verlieren", war das für beide eine "amikale" lösung, dass pelinka sich "offiziell" aus dem rennen bringt, um beide "gesichter" zu wahren...
eines muss man schon sagen....
die medienpräsenz für pelinka, war voll gegeben und erfüllt- somit kann sich jetzt jeder, der beiden, glücklich schätzen...*fg* ende gut - alles gut!
Die Naivität der SPÖ bei dieser Sache ist leider nicht zu überbieten gewesen.
Man sollte sich da bei der ÖVP die "angezielten" Postenbesetzungen anschauen UND DARAUS LERNEN !!
Da wird "offiziell" der angebotene Posten ausgeschrieben -> das Anforderungsprofil so zurecht geschnitten, dass es dann nur auf EINE (die vorher schon feststehende) Person ZUTREFFEN KANN und der Fall ist ERLEDIGT (im Sinne der Vorgabe und VERGABE!!).
Frau Rudas ist noch nicht "reif" genug und die anderen "Macher" in der SPÖ haben wohl geschlafen !
SCHWAMM DARÜBER !!
SCHWAMM DRÜBER, und red ma nimmer drüber
schrein wir lieber was die anderen tun
naja, auch nicht besonders zielführend
dieses werkel gehört boykottiert und dann schauen wir uns an ....
was die sich leisten .....