17. Juli 2010 20:11
Sparefroh. Im Spar-Streit mit Finanzminister Josef Pröll holt die SPÖ nun
zum Gegenschlag aus: ÖSTERREICH liegt die „Sünden-Liste“ des VP-Chefs und
der „hohen Kosten des Finanzministeriums“ vor: Demnach kostet die Steuer-
und Zollkoordination 33,5 Mio. €. In der Zollverwaltung fallen
„Mehrleistungsvergütungen von 40 Mio. €“ an – „Belohnung beim Zoll: 2,9
Mio.“ Dazu gibt es im Finanzressort eine „Infektionszulage“. Für
Dienstreisen gibt der Zoll 11,3 Mio. € aus, die Zentralstelle gar 4 Mio. Der
unabhängige Finanzsenat verursache mit „21 Mio. € drei Mal so hohe Kosten
wie der Asylgerichtshof“. Der Sachaufwand belaufe sich auf 334 Mio. €.
Allein „für den IT-Bereich gibt das Ressort 154 Mio. € aus – das 20-Fache
anderer Ressorts“. Trotz dieser IT-Kosten zahlt das BMF 16,6 Mio. € für
Porto und Briefmarken. Ein SP-Mann ätzt: „Wie wäre es, wenn Pröll endlich
bei sich selbst spart?“
Ein Wiener Schnitzel wurde zum Eisbrecher
Lunch im Haas-Haus. Am Mittwoch wurde Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker
im Kanzleramt offiziell geehrt. Danach ging es zum vertraulichen Mittagessen
ins Do & Co in Wien. Kanzler Werner Faymann, Juncker, Staatssekretär Josef
Ostermayer und Luxemburgs Finanzminister aßen im abgetrennten Bereich im
achten Stock des Haas-Hauses gemütlich Schnitzel.
Dabei kamen sich der rote Faymann und der konservative Juncker näher, vor
allem als der Luxemburger gegen das „Privatisierungsgesäusel“ herzog. Der
SP-Kanzler witzelte wegen Junckers Ansagen gegen „Spekulanten“, dass dieser
„jederzeit in die SP-Familie aufgenommen werden“ könne. So weit ist es noch
nicht: Aber Juncker und Faymann vereinbarten „gemeinsames Vorgehen in der
EU“.
Rechte FP-Gäste aus Ungarn
Besuch. Am Freitag staunten
Parlamentarier nicht schlecht: Stundenlang parkte ein Auto mit ungarischem
Kennzeichen und offizieller Parkkarte am FP-Parkplatz. Der graue BMW gehört
der rechtsextremen ungarischen „Jobbik“-Partei, die „für Großungarn und
gegen jüdisches Kapital kämpft“. Welch illustre Gäste ...