Dafür brauchen Unis eine Milliarde

Personal und Platz

Dafür brauchen Unis eine Milliarde

Die Studenten geben nicht auf: Am kommenden Donnerstag wollen die Studenten wieder auf die Straße gehen – gemeinsam mit Metallern, die Lohnkürzungen befürchten. Für ihre Forderungen fehlt vor allem eines: Geld. 34 Millionen Euro will die Regierung als Sofortmaßnahme in die Unis pumpen. Für Christoph Badelt, Vorsitzender der Universitätskonferenz, sind das kleine Fische: „Es bräuchte eine Milliarde, um Unis aus der Unterfinanzierung herauszubekommen“, so Badelt zu ÖSTERREICH. Aber: „Als Volkswirt ist mir auch klar, dass das Geld nicht sofort zur Verfügung steht.“ Und dafür würde Badelt das Geld verwenden:

  • Mehr Lehrkräfte: Vor allem in den überlasteten Fächern gebe es viel zu wenig Lehrende, sagt Badelt.
  • High-Level-Ausbildung: Badelt: „Es gibt eine mindestens genauso wichtige Baustelle im Bereich der höherrangigen Lehrveranstaltungen, etwa bei Doktoratskollegs oder der Bildung von Forschungsgebieten.“
  • Raumsituation: „Wir haben einen massiven Bedarf an Bausanierungen im Uni-Bereich“, so Badelt.

Eine Bildungsmilliarde will auch die Regierung aufstellen – zumindest erst bis 2020. Badelt beklagt, dass es „keinen verbindlichen Zeitplan“ über Höhe und Intervalle der Teilsummen gebe, um das Budget bis zum Stichtag stufenweise auf zwei Prozent des BIP zu erhöhen: „Der müsste jetzt erarbeitet werden“.

Die SPÖ sieht das auch so, die Handbremse müsse aber die VP lösen: „Ich vermisse bei Finanzminister Josef Pröll den politischen Willen, die Situation rasch zu verbessern“, so SP-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl. Die Freigabe von Finanzen und ein Etappenplan – für Kuntzl scheitern diese Vorhaben an Pröll. Kuntzl: „Er lässt Hahn hier im Regen stehen.“

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