Die Proteste in den Bundesländern

Studenten-Demos

© APA/ROBERT PARIGGER

Die Proteste in den Bundesländern

Auch wenn Wien die „Hauptstadt“ der Uni-Proteste ist, so tut sich auch in den Bundesländern einiges. In Innsbruck und in Graz gingen die Studenten am Donnerstag auf die Straße und auch etliche Hörsäle sind besetzt.

Salzburg
In Salzburg übernachteten in den ersten beiden Nächten rund 150 Studenten in der Uni. Die Besetzer wollen weitermachen und denken nicht daran vor dem Wochenende aufzugeben. „Es ist immer wer da, mindestens 70“, stellt einer der Studenten fest.

Demo in Graz
Nach der Demo am Donnerstag mit bis zu 4.000 Teilnehmern (laut Veranstaltern) dauern sowohl auf der Grazer Karl-Franzens-Uni (KF-Uni) als auch auf der TU Graz die Hörsaalbesetzungen an. Rund 50 Studenten harren weiterhin im Hörsaal A der Vorklinik auf dem KF-Campus aus – nach wie vor gilt für die Besetzung „open end“. In einem Plenum diskutiert man über die Einrichtung verschiedener Arbeitsgruppen (von der „AG Uni und Recht“ bis hin zur „AG Gleichstellung und Frauenförderung“). Die Stimmung der Besetzer ist nach einer Woche schon teilweise gereizt – besonders, wenn im Plenum gerade wieder über das Problem fehlender Verlängerungskabel debattiert wird. Erstmals gab es am Donnerstag eine offizielle Gesprächrunde zwischen Besetzern, ÖH und dem Rektorat.

Auch TU Graz besetzt
Seit Dienstag ist auf der TU der Hörsaal BE01 besetzt. Auch hier sind die rund 20 bis 30 Studenten auf eine längere Besetzung eingerichtet. Im besetzten Hörsaal flimmern Live-Bilder aus dem Audimax in Wien über eine große Leinwand, draußen holen sich die Besetzer ein Gratis-Mittagessen (Nudeln mit Soße) zur Stärkung. Die Stimmung auf der TU ist merklich entspannter als auf der KF, wenngleich auch hier um und in diversen AGs gerungen wird. (daw)

Unstimmigkeiten in Linz
Ein Grüppchen (ca. 15 Leute) hält die Stellung und will auf jeden Fall übers Wochenende den Hörsaal 1 besetzt halten. Das Team, das den Streik organisiert, hat alle Hände voll damit zu tun, die Moral der Verbliebenen aufrecht zu halten. Durchhalteparolen und Verlesen von Unterstützungserklärungen (seitens AK, ÖGB, SJ etc.) sollen helfen. Via SMS, Twitter und Facebook sollen Studenten animiert werden, (wieder) in den Hörsaal zu kommen. Die verbliebenen Hörsaal-Besetzer laben sich am kalten Buffet, das der Universitätsdirektor (nicht der Rektor!!) Josef Schmied zur Verfügung gestellt hat. Matratzen und Schlafsäcke dienen als Nachtlager.

Obwohl Freitagnachmittag sind noch viele Studenten auf der Uni – aber halt nicht im Hörsaal 1. Grundtenor: Wir haben die Aktion zu Beginn unterstützt und tun das inhaltlich auch jetzt noch. Die Organisation des Protests ist in Linz aber derart dilettantisch, dass wir das nicht mehr vertreten können. Wir sehen das hauptsächlich als Solidaritätskundgebung für die Kollegen in Wien.

Ruhig in Klagenfurt
Auch Stefan Sagl von der ÖH Klagenfurt erklärt, dass die Proteste über das Wochenende weitergehen werden. Man stellte sogar eigenständig einen Security auf, damit es zu keinen Beschädigungen kommt. Rund zehn Demonstranten bleiben auch über Nacht auf der Uni.

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