03. November 2009 09:21
Damit beenden wir den Live-Ticker vom 13. Tag der Studentenproteste. Morgen
geht es ab 9 Uhr weiter.
17:23 Uhr: Überraschendes Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des
Wissenschaftsministeriums: 44,7 Prozent der Studenten halten
Zugangsbeschränkungen "für bestimmte Studienrichtungen"
für "notwendig".
16:55 Uhr: Georg Winckler, Rektor der Uni Wien, ist mit dem Plan der
Regierung, die Hochschulausgaben bis 2020 auf zwei Prozent des
Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, sehr zufrieden.
16:33 Uhr: Ministerrat: Um kurzfristig mehr Geld für die Unis
zu lukrieren, soll Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) evaluieren,
welche Investitionen in Uni-Gebäuden vorgezogen werden können.
15:32 Uhr: Koalitionsstreit: Klar verlaufen die Fronten in
der Frage der Studiengebühren. Faymann schließt deren Wiedereinführung
abermals aus, es darf keine finanziellen Schranken geben, so der Kanzler.
Vizekanzler Josef Pröll (V) bekräftigt dagegen, dass in dieser Frage in der
Regierung Dissens bestehe und die ÖVP nach wie vor für Studiengebühren
eintrete
15:01 Uhr: Die von der Regierung angekündigte Anhebung des
Hochschulbudgets auf zwei Prozent des BIP bis 2020 ist aus Sicht der ÖH zu
wenig, sie fordert die Erreichung dieses Ziels bis 2015: "Österreich
kann nicht noch zehn Jahre zusehen, wie unsere Hochschulen den Bach runter
gehen".
14:47 Uhr: Bundeskanzler Werner Faymann bekräftigt seine Forderungen
nach Zugangsbeschränkungen für die Universitäten. Um welche Beschränkungen
es sich handeln solle, solle Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) im
Dialog mit Studenten herausfinden, so Faymann.
12:30 Uhr: Die Österreichische HochschülerInnenschaft zeigt sich
enttäuscht vom Ministerrat: "Viel heiße Luft bei kalten
Temperaturen. Anstatt konkrete Lösungen für die Hochschulmisere anzubieten,
schieben Faymann, Pröll und Hahn die Probleme auf die lange Bank und in
einen angeblichen "Hochschul-Dialog" ab", so Sigrid Maurer
vom ÖH-Vorsitzteam.
11:52 Uhr: Hahns
34 Millionen Euro-Geldspritze für die Unis passiert den Ministerrat.
11:49 Uhr: In Tirol spitzt sich die Lage an der Uni zu. Gegner der
Uni-Proteste wollen heute Abend die "Blockade" beenden. Per
Facebook ruft die Formation "Gebt die Sowi-Aula frei" zum
Gegenschlag auf. Sie fordern das Recht auf Bildung ein.
11:10 Uhr: Von 9. bis 14. November steigt in Salzburg das
Studentenfilmfestival "film:riss". Da die betreffenden Hörsäle
aber derzeit besetzt sind, erklärten sich die Betreiber des Festivals
kurzfristig mit den Besetzern solidarisch. Die Filme werden trotz der
Hörsaal-Besetzung gezeigt. - Nette Abwechslung für die Studis...
10:50 Uhr: Die Hoffnung auf Geld aus anderen Ressorts für die
Unis ist offenbar zerplatzt. Sowohl Innenministerin Maria Fekter als
auch Außenminister Spindelegger und Umweltminister Berlakovich erklärten vor
dem Ministerrat, dass sie keine finanziellen Mittel zur Verfügung hätten.
Hahn hofft indes darauf, dass sein Dialogangebot an die Studenten angenommen
wird.
09:22 Uhr: Heute ist Ministerrat: Dort will Kanzler Faymann über
weitere Finanzspritzen für die Unis beraten. Nicht nur Finanzminister Pröll
soll dabei in die Pflicht genommen werden - auch die übrigen Ministerien
sollen eingebunden werden.
(c) APA
09:17 Uhr: Für Ärger unter den Studenten sorgt nach wie vor Bundeskanzler
Faymann. Mit seiner Überlegung, Zugangsbeschränkungen für die Unis
einzuführen, stößt er auf Granit: "Faymann fällt den
Studenten in den Rücken", so die rote Studentenvertretung.
09:00 Uhr: Der ÖH-Vorsitzende in Graz, Cengiz Kulac, zu ÖSTERREICH: "Wir
machen einen Aktionstag der Ang'fressenen. Die Proteste und Besetzungen
gehen auch in Graz weiter. Alle sind motiviert. Wir lassen uns jetzt nicht
mit 34 Millionen Euro abspeisen".