03. November 2009 07:08
Dieser Protest ist noch nicht verstummt: Aber: Wird er jetzt ein bisschen
leiser? Aktionstag der Studenten in ganz Österreich. Wieder waren Tausende
auf den Straßen, um gegen das Bildungssystem zu demonstrieren.
Es war kalt (in Wien am Ende 5 Grad) – trotzdem herrschte
Volksfest-Stimmung. Trotzdem: Es kamen, vor allem in Wien und Graz, weniger
Teilnehmer als bei der letzten Demo am Mittwoch letzter Woche. Da war das
Wetter noch frühlingshaft (13 Grad).
Exakt zwei Wochen nach der erstmaligen Besetzung des Audimax an der
Universität steht der Studenten-Protest damit auf des Messers Schneide: Geht
es weiter – oder schläft alles ein?
Fakt ist: In Wien blieb das Verkehrs-Chaos aus, nur am Gürtel gab es Staus.
Aber auch hier konnte die Straße schon um 19.30 Uhr wieder frei gegeben
werden – früher als geplant.
Studenten besetzten Büro von Minister Hahn
Begonnen hat der
bundesweite Aktionstag einfallsreich: In Wien drängten zu Mittag 100
Studenten in das Minoritenstüberl in der Innenstadt – das Stammlokal der
Mitarbeiter des Unterrichts- und Wissenschaftsministeriums. Sie hissten
Plakate: „Lasst uns nicht verhungern.“ Der aus dem ORF bekannte
Restaurantchef Andreas Wojta war perplex.
70 Studenten schafften es sogar ins (leere) Büro von Minister Johannes Hahn,
zogen dann aber wieder ab.
Gegen 17 Uhr (eine Stunde später als geplant) gingen rund 2.500 Aktivisten
mit bunten Fahnen, Plakaten und Trommeln von vier Treffpunkten aus quer
durch die Stadt zur Stadthalle. Laut Polizei sammelten sich bei der
Schlusskundgebung 8.000 Teilnehmer – die Veranstalter sprechen von 25.000.
Letzten Mittwoch waren es 50.000.
Enttäuschung? Zumindest nicht offiziell. Judith Litschauer,
Mitorganisatorin: „Das ist ein zweiter Anfang. Es ist toll, dass auch
Metaller und Schüler da sind. So setzen wir ein lebhaftes Zeichen. Der
Protest geht weiter.“ Studentin Tina Bazala: „Es ist gesteckt voll und eine
tolle Stimmung. Menschen tanzen, überall läuft Musik.“ Wer da war, hatte
Spaß.
Ähnlich lief der Streik in ganz Österreich
Graz:
Sarg in die Mur
In der steirischen Hauptstadt versenkten 20
Studenten am Vormittag einen Sarg in der Mur, die Hauptbrücke wurde zwei
Minuten blockiert. Am Nachmittag zogen etwa 1.000 Studierende (erwartet
wurden 4.000) in die Innenstadt.
Salzburg: Prozession
In der Mozartstadt verschenkten Studenten
zahlreiche „Bachelor“-Zeugnisse. Insgesamt nahmen 750 Studenten am
Protestmarsch zum Rudolfskai teil. Skurril: Im Zuge einer Prozession wurden
Fürbitten an Politiker gerichtet.
Linz:
750 Teilnehmer
In Linz marschierten ebenfalls 750 Studenten. Bei
der Abschlusskundgebung vor dem Ars Electronica Center sprach auch
Schriftsteller Robert Menasse.
Klagenfurt: Keine Demo
Hier fanden sich Studenten und Professoren
nur zu einer Info-Veranstaltung in der Innenstadt zusammen.
Innsbruck: Trauerzug
Gerade einmal 100 Studenten protestierten in
Innsbruck. Zu Mittag sorgten 40 schwarz gekleidete Studenten für Aufsehen.
Mit Papptellern vorm Gesicht zogen sie durch die Innenstadt, Touristen
staunten. „Wir wollen nicht als Nummern wahrgenommen werden, sondern als
Menschen.“
Nächste Seite: Der gesamte Live-Ticker des Tages zum Nachlesen
20:30 Uhr: In Wien neigt sich die Kundgebung dem Ende zu. Attwenger
betreten die Bühne. Hier
eine Bilanz aus Graz.
20:11 Uhr: Skurriles Detail am Rande: Als der Demo-Zug die Lugner
City passierte mischte sich der Inhaber himself unter die Demonstranten.
Hier der Fotobeweis:
(C) APA
19:53 Uhr: In Linz ist derweil die Demo zu Ende gegangen. 500
Menschen waren auf der Straße.
19:22 Uhr: Viele Demonstranten haben sich bereits am Märzpark zur
Kundgebung eingefunden. Der Zug ist aber so lang, dass noch bei weitem nicht
alle da sind. Der Gürtel ist bis zum Westbahnhof verstopft.
19:06 Uhr: Die Polizei spricht von etwa 7.000 Demo-Teilnehmern, die
Veranstalter geben 20.000 an. Eine Diskrepanz also von knapp 13.000.
19:01 Uhr: Die Demonstranten haben sich nun im Märzpark eingefunden.
Dort wird alles für Schlußkundgebung vorbereitet. Die Reden soll in etwa
zwei Stunden dauern. Dann tritt Attwenger auf.
18:47 Uhr: Der Gürtel bleibt vorerst in beide Fahrtrichtungen
gesperrt. Wann die Sperre aufgehoben wird, ist noch nicht bekannt.
18.43 Uhr: Der Urban-Loritz-Platz ist hoffnungslos überlaufen. Nun
soll auf den nahegelegenen Märzpark ausgewichen werden.
18:39 Uhr: Der TU-Ziug erreicht den Urban-Loritz-Platz und wird mit
Jubelstürmen empfangen. Die Kundgebung kann also demnächst beginnen.
18:34 Uhr: Am Urban-Loritz-Platz kommt der Uni-Zug nicht zum Halt.
Immer mehr Menschen drängen auf den Platz, sie stehen auf den Treppen der
Bibliothek. Ein Lokalaugenschein zeigt: 10.000 Demonstranten sind es
mindestens.
18:29 Uhr: Der Zug der TU befindet sich gerade am Westbahnhof.
Offenbar haben sich dem Zug 4.000 - 5.000 Demonstranten angeschlossen.
18:23 Uhr: Angeblich sind bereits 20.000 Menschen an der Demo
beteiligt.
18:15 Uhr: Gleich haben sie es geschafft: Der Demo-Zug passiert die
Lugner City und nähert sich der Stadtbibliothek.
18:08 Uhr: Am Urban-Loritz-Platz ist die Stimmung trotz noch
geringer Beteiligung gut. "Wir sind die Arbeiter von Wien", singt
ein Grüppchen. Der Uni-Zug soll derweil auf 10.000-15.000 Menschen
angewachsen sein.
18:03 Uhr: Der innere Gürtel wird trotz Demo weiter befahren. In
Kürze wird die Protest-Spitze den Urban-Loritz-Platz erreichen.
17:59 Uhr: Der Zug von der Uni befindet sich auf Höhe Thaliastraße.
Am Urban-Loritz-Platz, dem Ort der eigentlich für 18 Uhr geplanten
Kundgebung, ist noch wenig los. Nur Einzelne haben sich bis jetzt
eingefunden.
17:51 Uhr: Der TU Demo Zug auf der Mariahilfer
Straße skandiert: "Leute lasst das Kaufen sein, reit euch in die
Demo ein!"
17:47 Uhr: In Stadt Salzburg haben sich zahlreiche Studenten am
Aktionstag beteiligt. Höhepunkt war am Nachmittag eine "Prozession"
unter dem Titel "Hahn trägt die Bildung zu Grabe", bei der
ein Sarg vom Gebäude der Gesellschaftswissenschaften durch die Altstadt zum
Mirabellplatz getragen wurde. Laut Polizei beteiligten sich rund 400
Personen an der Demonstration, an deren Spitze ein "Kardinal"
schritt. In Fürbitten machten die Studenten ihre Forderungen kund.
(c) APA/MARKUS
LEODOLTER Auch in Graz demonstrieren die Studenten.
17:37 Uhr: Die Demonstranten marschieren den äußeren Gürtel entlang.
17:32 Uhr: ÖAAB-Generalsekräterin steht im ÖSTERREICH-Interview
einer möglichen Nachfolge Johannes Hahns im Wissenschaftsressort
nicht ablehnend gegenüber.
17:27 Uhr: Auch die Mariahilfer Straße ist nun für den TU Demo-Zug
gesperrt.
17:24 Uhr: Die Spitze der Demo hat auch ein "Sit-In" am
Gürtel veranstaltet. Unter dem Motto "Erst freie Bildung, dann
freie Straßen" begab man sich zu Boden. Die Aktion erinnerte
durchaus an bessere Choreographien von Fußball-Fans.
17:21 Uhr: Am Gürtel hat es einige unglückliche Autofahrer "erwischt".
Rund 30 Autofahrer wurden von dem Protestzug überrascht und stecken nun
fest. Die Polizei bittet die Fahrer um rund 20 Minuten Geduld.
17:18 Uhr: Laut Polizei starteten rund 2.000 Demonstranten vom
Haupttreffpunkt, der Hauptuniversität Wien, aus. Zeitgleich marschierten von
der Technischen Uni 400 und von der Wirtschaftsuni 150 Personen los.
17:16 Uhr: Die Alser Straße war von zahlreichen Schaulustigen
gesäumt, die nicht unerfreut wirkten über die plötzliche Aufmerksamkeit für
ihre sonst eher "unlebendige" Straße.
17:13 Uhr: Der Hauptzug der Demo hat mittlerweile eine stattliche
Größe (auch dank der Demonstranten am Uni-Campus) und den Alser Gürtel
erreicht.
17:11 Uhr: Kurz bevor die Demo an der Haupt-Uni los ging, gab es
leichten Ärger mit anderen Verkehrsteilnehmern. Einiges Studenten
versperrten den ring und hinderten so die letzten Autos an der Abfahrt. Die
Situation konnte jedoch nach einigen hitzigen Worten schnell bereinigt
werden.
16:56 Uhr: Auch der Demozug der TU Wien hat sich in Bewegung
gesetzt. Rund 600 Demonstranten haben soeben den Karlsplatz gequert und
werden sich am Schillerplatz mit den Protestierenden der Akademie
vereinigen.
(c)
APA/ANDREAS PESSENLEHNER
16:51 Uhr: Langsam gewinnt der Demo-Zug an Stärke. Zu sehen ist auch
ein Demonstrant mit dem beliebten Gummi-Hahn an einem hölzernen Galgen.
16:48 Uhr: Vertreter der SP-nahen "Aktion Kritischer
SchülerInnen" tragen Schildern mit der Aufschrift "Ich lass
mich nicht verarschen" vor sich her.
16:45 Uhr: Viele der Demonstranten tragen goldene Papier-Kronen der
Schweizer "Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen".
16:43 Uhr: Angesichts der vorerst geringen Zahl an Demonstranten
machte sich bei einigen Enttäuschung breit: "Es sind viel weniger
als erwartet, ich glaube morgen ist die Besetzung vorbei", erklärte
eine der an der Audimax-Besetzung beteiligte Studentin.
16:40 Uhr: "Freie Menschen - freie Bildung", "Wir
sind hier und wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut" lauten die
Slogans des Tages.
16:33 Uhr: Der Demozug vor der Hauptuni setzt sich gemächlich in
Bewegung. Um die 2000 Studenten sind jedenfalls anwesend.
16:27 Uhr: Auch in Graz haben sich schon über 1000 Studierende
versammelt.
16:26 Uhr: Am Schottenring befinden sich momentan mehr als 1000
Leute.
16:20 Uhr: Die Betriebsräte des künstlerischen und
wissenschaftlichen Personals der österreichischen Universitäten schließen
sich dem Protest der Studierenden an.Sie sprechen der Protestbewegung "größte
Anerkennung" aus, ihr sei es gelungen, eine öffentliche Diskussion über
die gravierenden Mängel der Bildungs- und Forschungspolitik zu initiieren.
Die Personalvertreter fordern ein umfassendes bildungspolitisches Konzept
für die Unis, personelle, räumliche und materielle Ressourcen müssten bei
freiem Uni-Zugang langfristig sichergestellt werden.
(c) APA/ANDREAS
PESSENLEHNER
16:10 Uhr: Die sternförmige Demo geht von drei Punkten in Wien aus:
Hauptuni, TU Wien und WIFI Wien. Ziel ist um 18 Uhr der Urban-Loritz-Platz.
16:03 Uhr: Einige Studenten bleiben natürlich im Audimax zurück um
dort die Stellung zu halten.
16:02 Uhr: Bei der Haupt-Uni ist im Vergleich zu letzter Woche noch
recht wenig los. In Kürze soll sich der Demo-Zug in Bewegung setzen.
(c) APA/ROBERT
JAEGER Während Studenten im Bildungsministerium waren, weilte Minister Hahn
im Nationalrat.
15:55 Uhr: Am Rossauer Lände versammelten sich am frühen Nachmittag
rund 50 Studenten um gegen die aktuelle Abschiebungs-Praxis zu
demonstrieren.
15:49 Uhr: In Großbritannien findet heute übrigens die "Bonfire
Night" statt. Diese beruft sich auf einen Attentatsversuch von Guy
Fawkes .
15:45 Uhr: Schon sind die ersten Studenten einzelner Studienzweige
(Theologie, Germanistik, Jus) zusammengekommen, um gemeinsam den Sternmarsch
in Anriff zu nehmen. Auf der Hauptuni ist der Treffpunkt für 16 Uhr
angesetzt.
15:36 Uhr: Die Studenten können auch heute auf künstlerische
Unterstützung zählen. Bei der Abschlusskundgebung wird die Band Attwenger
spielen.
15:27 Uhr: Anlässlich des heutigen Bildungs-Aktionstages erklärte
sich auch die SPÖ Oberösterreich mit den Studenten solidarisch.
15:21 Uhr: Auch die Verkehrssituation in Wien wird von den heutigen
Protesten beeinflusst werden. Wo die Staupunkte sind und welche Straße Sie
besser nicht nehmen, erfahren
Sie hier!
15:05 Uhr: Die Industriellenvereinigung (IV) hat wenig Verständnis
für die derzeitigen Studentenproteste, sie sieht lediglich die dadurch
ausgelöste Bildungsdiskussion positiv. Das Konzept der Industrie
unterscheide sich deutlich von den "teils diffusen" Vorstellungen
der Audimax-Besetzer: Die Industrie trete für Zugangsbeschränkungen und die
Wiedereinführung von Studiengebühren ein, so IV-Generalsekretär Markus
Beyrer.
(c)
sAgd Studenten-Protest im Wissenschaftsministerium
14:47 Uhr: Die Studenten weisen jedoch darauf hin, dass die Fragestellung
der veröffentlichten Umfrage suggestiv ist und deswegen die Umfrage "hochgradig
unseriös" sei.
14:45 Uhr: 86 Prozent der Österreicher sprechen sich für
Zugangsbeschränkungen bzw. Aufnahmeprüfungen an Universitäten aus, nur neun
Prozent sind dagegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag anlässlich
der Studentenproteste veröffentlichte Umfrage des Linzer
Meinungsforschungsinstitutes IMAS.
14:41 Uhr: Auch in München an der Akademie der Bildenden Künste
versuchen die dortigen Studierenden gerade einen Hörsaal zu besetzen.
14:38 Uhr: Bei der Aktion in Klagenfurt beteiligten sich rund 150
Personen an der mehrere Stunden andauernden Aktion, indem sie sich von den
Protestierenden ihre Forderungen und die Hintergründe der Proteste erklären
ließen oder aber vielleicht auch nur von Kaffee und Keksen angelockt wurden.
14:35 Uhr: Mit einem Informationsstand in der Innenstadt haben die
Protestierenden der Universität Klagenfurt am bundesweiten Aktionstag
teilgenommen. Unter dem Motto "Bildung tut uns allen gut - freie
Bildung vom Kindergarten bis zur Uni" versammelten sich Studierende,
Professoren, Uni-Bedienstete sowie Angehörige der Uni-Leitung am Alten
Platz, um Passanten ihre Anliegen näher zu bringen.
14:14 Uhr: Hahn selbst war im übrigen nicht im
Wissenschaftsministerium anwesend. Die Studenten konnten jedoch mit Hahns
Kabinettchef Elmar Pichl kurz über ihrer Anlegen diskutieren.
14:00 Uhr: Unter dem Slogan "Wir zahlen die Krise nicht - wir
haben sie auch nicht verursacht" gingen am Donnerstag in Bregenz laut
Polizei rund 250 Vorarlberger Schüler auf die Straße. Die Heranwachsenden
wollten damit ein lautstarkes Zeichen gegen Bildungsbarrieren setzen und die
streikenden Studenten unterstützen. Organisiert wurde die Demo von der
Sozialistischen Jugend (SJ), Zwischenfälle gab es keine.
13:43 Uhr: Eine rund 20-köpfige Studentengruppe von "Unigraz
gehört uns", ließ kurz vor 13.00 Uhr von der Fußgängerbrücke
Edeggersteg einen Sarg in die Mur hinunter. Am Hauptplatz selbst "bettelten"
weitere Studierende für "neue Tafeltücher und -schwämme".
Andere hatten verbundene Augen und Münder und trugen die Aufschrift "unmündig".
13:38 Uhr: In Graz startete der "Aktionstag Freie Bildung für
alle" am Donnerstag zu Mittag am Hauptplatz mit mehreren Aktionen: Zu
den auffallendsten gehörte die zweiminütige Blockade der Hauptbrücke durch
Studierende der FH Joanneum: Rund 50 Personen verharrten auf Zupfiff zwei
Minuten mit einem Buch in der Hand und sorgten damit für Irritation bei den
Passanten. "Wir wollen mit dieser Aktion auf auf die schlechte
Ausstattung unserer Bibliothek aufmerksam machen", so eine Aktivistin.
13:30 Uhr: Rund 100 Studenten waren bei der Aktion
Bildungsministerium anwesend. Auch das Polizei-Aufgebot war "riesig".
13:18 Uhr: Mittlerweile haben die Studenten das Ministerium wieder
verlassen. Der Abzug erfolgte ohne Schwierigkeiten.
13:13 Uhr: Zuvor haben die Studenten mit dem "Minoritenstüberl"
die Mensa des Wissenschaftsministeriums in Beschlag genommen
13:07 Uhr: Einige Studierende sind in das Wissenschaftsministerium
eingedrungen und halten es "besetzt".
13:05 Uhr: Was sagen Sie? Sind die Proteste der Studenten
gerechtfertigt oder reicht es schon langsam? Ihre
Meinung auf oe24.at!
12:52 Uhr: Angesichts der Studentenproteste hat Bundespräsident
Heinz Fischer am Donnerstag zum Dialog aufgerufen. Das Staatsoberhaupt
plädiert dafür, "unverzüglich in einen ernsthaften,
sachlichen Dialog ohne Vorbedingungen einzutreten und Lösungen für die
Erfordernisse unserer Universitäts- und Bildungspolitik zu erarbeiten, die
letzten Endes nicht nur die Universitäten, sondern den gesamten
Bildungsbereich betreffen." Die diesbezügliche Einladung von
Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) "sollte angenommen werden."
12:29 Uhr: Kurzfristig haben sich auch die Besetzer des größten
Hörsaals an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (Sowi) in
Innsbruck dazu entschlossen, einen Beitrag zu dem österreichweiten "Aktionstag
Freie Bildung für alle" zu leisten. Rund 40 Teilnehmer
versammelten sich am Donnerstag gegen 11 Uhr spontan vor der Sowi und zogen
schwarz angezogen und mit einem Pappteller vor dem Gesicht durch die
Innenstadt.
12:05 Uhr: Für einen Blick ins Audimax bietet sich der
Live-Stream an.
Auf der nächsten Seite erfahren Sie alles über die Vormittags-Aktionen
beim großen Uni-Protest-Tag!
11:30 Uhr: Geplatzt ist die gemeinsame Kundgebung von Studenten und
Schülern vor der Uni Wien, die für 11 Uhr angesetzt war. Die Studenten
schickten die Schüler kurzerhand wieder nach Hause und baten sie zur
Demonstration um 16 Uhr wiederzukommen.
10:53 Uhr: ÖH-Chefin Sigrid Maurer (Grüne und Alternative
StudentInnen/GRAS) ortet seit "zehn bis 15 Jahren eine schwarze
Bildungspolitik, die das Land zerstört, und die SPÖ schaut zu".
Von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) erwartet die ÖH nichts mehr.
Daher müssten Kanzler und Vizekanzler die Sache in die Hand nehmen.
10:47 Uhr: Die großen Massen waren auch bei dieser Aktion nicht
anwesend.
10:42 Uhr: Bei der Weckruf-Aktion der ÖH für Bundeskanzler Werner
Faymann am Ballhausplatz kamen rund 50 Wecker zum Einsatz.
10:22 Uhr: In Salzburg ist der Protest zweigeteilt: In der Früh
sollte eine Performance am Schrannen-Markt für Aufsehen sorgen, jetzt wird
mit einem Infostand im Europark ein seriöserer Ton angeschlagen.
10:10 Uhr: Die Schüler ziehen langsam Richtung Uni, wo eine
gemeinsame Kundgebung mit Schülern und Studenten stattfinden wird.
10:00 Uhr: Um Punkt 10 läuten die anwesenden Studenten Werner
Faymann aus seinem "Schlaf".
09:56 Uhr: Der Weckruf soll den Bundeskanzler aus seinem "bildungspolitischen
Tiefschlaf" wecken.
09:52 Uhr: Für 10 Uhr hat die ÖH einen Weckruf für Werner Faymann
geplant.
09:50 Uhr: Geld für die Bildung, nicht für die Banken"
und "Widerstand heißt Streik im Land" skandieren die
Demonstranten.
09:46 Uhr: Nur rund 60 Schüler sind dem Protestaufruf gefolgt und
fanden sich auf dem Minoritenplatz ein.
09:30 Uhr: Nach den Protesten der Schüler auf dem Minoritenplatz
folgt eine Kundgebung vor der Uni Wien.
09:22 Uhr: Auch im Nationalrat sind die Unis heute Thema. Die Grünen
wollen vier Punkte für offene Unis beantragen.
09:18 Uhr: In diesen Minuten beginnen die SchülerInnen mit ihren
Protesten vor dem Unterrichtsministerium.
09:14 Uhr: Auch die ÖH der Uni Wien unterstützt jetzt die Proteste
der Studenten. Bisher waren die gewählten StudentenvertreterInnen nicht
federführend beteiligt.
09:06 Uhr: In Graz erwartet sich die ÖH mit rund 4.000 Teilnehmern
die größte Demo der letzten Jahre.
08:55 Uhr: In Klagenfurt ist nur ein kleinerer Protest geplant. Die
Studenten wollen eine Protest- und Info-Ecke am Alten Platz installieren.
08:48 Uhr: "Die Salzburger werden Augen machen",
verspricht Politik-Student Kay gegenüber Österreich vor den Protestaktionen
in der Mozartstadt.
08:38 Uhr: Vier Demos verlaufen sternförmig, was es für die Polizei
schwieriger macht, alles zu überblicken.
08:20 Uhr: Für die Autofahrer heißt es heute Geduld bewahren, oder
besser auf Öffis umsteigen. Ab etwa 15:30 Uhr wird zunächst die Ringstraße
gesperrt und danach der Gürtel zwischen der Linken Wienzeile und der
Jörgerstraße in beiden Fahrtrichtungen. Die Sperren fallen genau in die
Stoßzeit. Hinzu kommt der Anreiseverkehr für das Europa-League-Spiel gegen
Hapoel Tel Aviv im Happel-Stadion.
08:15 Uhr: Die Schlusskundgebung findet nicht wie geplant am
Urban-Loritz-Platz, sondern beim Märzpark vor der Wiener Stadthalle statt.
08:05 Uhr: Um 16 Uhr steigt dann die große Demo. Die Studierenden
machen sich von der Hauptuni, der WU, der Boku und der TU auf zum
Sternmarsch stadtauswärts.
08:00 Uhr: Die Studierenden starten den Aktionstag unter dem Motto "Freie
Bildung für alle" um 10 Uhr mit einer ÖH-Aktion vor dem
Bundeskanzleramt am Ballhausplatz. Um 11 Uhr steigt dann eine gemeinsame
Kundgebung von Studenten und Schülern vor der Uni Wien.
07:55 Uhr: Die Studenten wollen mit gewagten Aktionen Bürger
aufmerksam machen: Aktivisten verteilen nicht nur Flugzettel, sie wollen
sogar U-Bahn-Durchsagen ändern, um ihre Botschaften loszuwerden.
07:50 Uhr: Auch die Schüler beteiligen sich heute an den Protesten.
Um 9 Uhr findet eine Kundgebung vor dem Unterrichtsministerium am
Minoritenplatz statt.
07:40 Uhr: In Wien marschieren die Studenten
ab 16 Uhr von der Hauptuni am Ring zum Urban-Loritz-Platz. Sie rechnen
mit doppelt so vielen Teilnehmern wie bei der ersten Groß-Demo. „Wir wollen
den Verkehr am Gürtel lahmlegen“, so Mitorganisator Max Wallner.
07:30 Uhr: Zwei Wochen nach Beginn der Studentenproteste steht heute
der große Höhepunkt auf dem Programm. Mit Großdemos in den Uni-Städten soll
erneut auf die Anliegen der Studierenden aufmerksam gemacht werden.