Studenten gehen zur Guerilla-Taktik über

Tag 12

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Studenten gehen zur Guerilla-Taktik über

17:00 Uhr: Wir beenden für heute unsere Live-Berichterstattung von den Uni-Protesten. Wir halten Sie aber selbstverständlich weiterhin auf dem Laufenden. Morgen versorgen wir Sie wieder ab 9 Uhr mit einem Liveticker.

16:50 Uhr: An ein Ende der Studentenproteste ist noch nicht zu denken. Auch diese Nacht werden einige Studierende auf harten Holzbänken in den Hörsälen übernachten. Am Donnerstag kommt es dann zum österreichweiten Aktionstag.

16:32 Uhr: Die Besetzer haben es sich mit Sofas rund um den C1 (der größte Hörsaal am Campus im Alten AKH) gemütlich gemacht. Im Hörsaal selbst steht jetzt "Lernzeit" auf dem Programm. Die Studenten sollen dort "Raum und Ruhe zum Lernen" haben.

15:56 Uhr: SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas betont, dass die SPÖ nicht Zugangsbeschränkungen, sondern Zugangsregelungen befürworte. "Im Unterschied zu konservativen Bildungskonzepten wollen wir nicht weniger Studierende an Österreichs Hochschulen. Anstatt Knock-out-Prüfungen, Studiengebühren oder Lotterielosen setzen wir auf Regelungen, die den Begabungen und Interessen der Studierenden entgegenkommen", so Rudas.

14:38 Uhr: Völlig verständnislos zeigt sich die ÖH-Bundesvertretung angesichts der Aussage von Kanzler Faymann, dass eine "Art von Zugangsregelungen" notwendig wäre. "Faymann hat anscheinend gar nichts aus den Protesten der vergangenen Tage gelernt", ärgert sich Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam. "Nach 10 Jahren völlig verfehlter Bildungspolitik seitens der ÖVP und Vogel-Strauß-Politik der SPÖ wacht diese nun auf und begeht genau dieselben fatalen Fehler", erzürnt sich Maurer.

14:10 Uhr: Spektakuläre Aktion in Salzburg: Studenten enthüllen auf der Festung Hohensalzburg ein 175 Quadratmeter großes Transparent mit dem Schriftzug "Free Uni". In der Mitte des Plakats befindet sich ein Symbol, das an einen griechischen Tempel erinnern soll. "Das Fundament, die Säulen und das Dach sollen die Ideale der Bildung darstellen", so die Studierenden.

uni_salzburg (c) APA

14:00 Uhr: Die Uni Wien rechnet nicht mit einer baldigen Räumung des Audimax. Zumindest noch Dienstag und Mittwoch werden dort geplante Lehrveranstaltungen wieder im Austria Center in Wien-Donaustadt abgehalten. Noch ist unklar, wie mit der Besetzung des C1, des größten Hörsaals am Campus im Alten AKH, umgegangen wird. Das Rektorat hofft darauf, dass die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) die Besetzer ehestmöglich zu einer Räumung überreden kann.

13:21 Uhr: Bundeskanzler Werner Faymann denkt angesichts überlasteter Universitäten über Zugangsregelungen nach. Er möchte dabei sowohl über neue als auch über etwaige Änderungen von bestehenden Zugangsregelungen (wie etwa Aufnahmetests) sprechen. Die Einführung von Studiengebühren lehnte er erneut dezidiert ab.

12:36 Uhr: Wissenschaftsminister Johannes Hahn lehnt es weiterhin ab, im besetzen Audimax der Universität Wien mit den protestierenden Studenten zusammenzutreffen. Für ihn ist die Besetzung ein "Unrechtszustand". Dennoch lädt er zu einem Hochschul-Dialog. Dazu sollen die "autonomen Gruppen" Delegierte bestimmen.

11:52 Uhr: Eine Rüge für die protestierenden Studenten setzt von Vizekanzler Josef Pröll (V). Er halte nichts von "Aktionismus und Blockade". Nur zu protestieren und andere am Studieren zu hindern sei falsch, so Pröll.

11:40 Uhr: Die Studenten planen ab sofort "Guerilla-Aktionen": So können etwa Kleinstgruppen mit Transparenten bei roter Ampel über den Zebrastreifen marschieren oder sich in die Anlagen für die U-Bahnansagen einhacken und für eigene Ansprachen nutzen.

11:37 Uhr: Für Donnerstag (5. November) haben die Besetzer des Audimax der Universität Wien zu einem bundesweiten Bildungsaktionstag aufgerufen. Ab 11.00 Uhr soll es einen Schülerstreik und den ganzen Tag über weitere "kleinere dezentrale Aktionen" geben. Höhepunkt in Wien soll ein Sternmarsch zum Urban-Loritz-Platz in Wien-Neubau mit einer Schlusskundgebung um 17.00 Uhr sein.

11:07 Uhr: Nach sechs Tagen ist kein Ende der Besetzung des Hörsaales 1 der Linzer Johannes Kepler Universität (JKU) in Sicht. Auch Schüler sind zum Protest aufgerufen.

11:01 Uhr: Für 13 Uhr ist in Wien eine Solidarisierungskundgebung an der TU geplant.

10:24 Uhr: Die Mehrheit der Österreich findet die Proteste berechtigt: 42 Prozent sind dafür, 28 dagegen, so eine Studie des Klagenfurter Humaninstituts.

uni_300 (c) APA

10:16 Uhr: In Graz ist für 16 Uhr eine "Trauerfeier" angesetzt: Studenten gedenken der drei Verstorbenen "Freier Hochschulzugang", "qualitativ hochwertige Bildung" und "Freiheit von Forschung und Lehre".

09:00 Uhr: Audimax in Wien bleibt besetzt: Heute entscheidet die Universität, wie es mit einem Ausweichquartier für Prüfungen weitergeht. Zuletzt wich man ins AKH aus für die Prüfung "Einführung in die Tiefenpsychologie II".

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