13. November 2009 14:52
Am kommenden Dienstag (17.11.), dem Internationalen Studententag, soll es
weltweit Protestaktionen von Studierenden geben. Dazu hat die
Studentenplattform "International Student Movement" im Rahmen der "Global
Week of Action" unter dem Motto "Education is NOT for SALE" aufgerufen. Der
studentische Dachverband Deutschlands, der fzs, hat Großdemonstrationen in
mehreren Städten angekündigt. Auch in Österreich dürfte es erneut bundesweit
Veranstaltungen geben.
Das große oe24-Special
zu den Studentenprotesten
Die Akademie der Bildenden Künste bereitet derzeit eine Kundgebung vor,
heißt es im Pressebüro der Besetzer des Audimax der Universität Wien. "Man
kann aber schwer davon ausgehen, dass es im Rahmen des internationalen
Aktionstages bundesweit auch größere gemeinsame Aktionen geben wird."
Derzeit befinde man sich allerdings noch in der Planungsphase.
In Deutschland wurden laut fzs bereits an mehr als 50 Hochschulstandorten
Hörsäle besetzt, darunter Hamburg, Berlin, Marburg, Potsdam, Heidelberg,
Münster, Bielefeld und Darmstadt. In vielen Städten soll der Bildungsstreik
erst am kommenden Dienstag mit Großveranstaltungen starten, zu denen
Zehntausende Menschen erwartet werden.
Der Internationale Studententag oder Weltstudententag wurde 1941 von der
International Union of Students (IUS), einem überparteilichen weltweiten
Zusammenschluss von Studentenvertretungen aus über 115 Ländern, ausgerufen.
Er soll an die Studentenproteste 1939 in Prag gegen die Besetzung durch die
Nationalsozialisten erinnern. Das "International Students Movement", eine
Plattform gegen die Kommerzialisierung und Privatisierung von Bildung, hat
für diesen Tag zu Aktionen aufgerufen.