Pühringer punktet mit LH-Bonus

"Damit er bleibt"

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Pühringer punktet mit LH-Bonus

Oberösterreichs ÖVP-Landeshauptmann Josef Pühringer hat bei der Landtagswahl vor allem mit seinem Amtsinhaber-Bonus gepunktet. Das geht aus der Wahltagsbefragung von ISA/SORA für den ORF hervor. Demnach gaben 91 Prozent der ÖVP-Wähler an, die Partei gewählt zu haben, damit Pühringer Landeshauptmann bleibt. Rund ein Viertel der Befragten hält eine Zusammenarbeit von ÖVP und Grünen für die "beste Koalition" in Oberösterreich.

Hier das detaillierte Wahlergebnis

Haider war kein Wahlgrund
Rund 67 Prozent der ÖVP-Wähler gaben an, der Spitzenkandidat habe sie besonders angesprochen. Auch beim BZÖ liegt dieser Wert mit 59 Prozent relativ hoch, wobei hier aufgrund der kleinen Fallzahl aber die Schwankungsbreite hoch ist. Von den SPÖ-Wählern gaben nur 30 Prozent Spitzenkandidat Erich Haider als Wahlmotiv an. Könnte man den Landeshauptmann direkt wählen, würden 57 Prozent aller Befragten Pühringer ihre Stimme geben, alle anderen Kandidaten wären weit abgeschlagen.

Die "gute Arbeit in der Landesregierung" ihrer Partei war für die ÖVP-Wähler mit 78 Prozent ebenfalls ein wichtiges Motiv. Lediglich 28 Prozent der ÖVP-Wähler glauben hingegen, dass die Volkspartei die besten Konzepte gegen die Arbeitslosigkeit hat.

SPÖ punktet mit Thema "Job"
Von Stammwählern profitierte vor allem die SPÖ, allerdings nannten auch 67 Prozent der SPÖ-Wähler den "Einsatz für Arbeitnehmer" als Wahlmotiv. Die Grünen punkteten vorwiegend mit Umwelt- und Klimaschutz (86 Prozent), konnten aber auch den Regierungsbonus ausspielen: 65 Prozent der Grün-Wähler wünschten sich die Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition in Oberösterreich.

Gutes Viertel mag Schwarz-Grün
Doch nicht nur Grün-Wähler, auch der Großteil aller Befragten scheint sich mit der neuen Regierungsvariante angefreundet zu haben: Immerhin 26 Prozent halten eine Zusammenarbeit von ÖVP und Grünen für die beste Lösung. 21 Prozent sehen in Schwarz-Rot die beste Koalition, 16 Prozent sprachen sich für Schwarz-Blau aus.

Für drei Viertel der FPÖ-Wähler war entscheidend, dass die Freiheitlichen "wichtige Themen" angesprochen haben, 71 Prozent wollten mit ihrer Stimme bewirken, dass die FPÖ in die Landesregierung kommt. Rund zwei Drittel der BZÖ-Wähler sahen in der Partei rund um Spitzenkandidatin Ursula Haubner die beste Kontrolle von Missständen, ausschlaggebend war für 59 Prozent aber auch Haubner selbst.

Die Bundespolitik und die Arbeit der rot-schwarzen Koalition war vor allem für die Unterstützer der Freiheitlichen ein wichtiger Entscheidungsgrund, insgesamt aber nur für 13 Prozent der Befragten. Die häufigsten Gründe für Nichtwähler waren laut der Umfrage, dass die Parteien nur gestritten hätten und sie von der Partei, die sie sonst wählen, enttäuscht waren.

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