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Video zum Thema Elefantenrunde: So versuchten die Kandidaten zu punkten
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Jeder gegen Jeden

'Elefantenrunde' als müder Abschluss-Fight

Der schmutzigste Wahlkampf aller Zeiten ist beinahe gelaufen, nach mehr als 40 TV-Duellen und Elefantenrunden werden am Sonntag die Kreuzerln gemacht – gestern traten Kanzler und SPÖ-Chef Christian Kern, ÖVP-Chef Sebastian Kurz, Grünen-Frontfrau Ulrike Lunacek, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sowie Neos-Chef Matthias Strolz im großen ORF-Showdown nochmals zum Duell an.

Emotionale Debatten rund um Silberstein, Flüchtlinge und Steuern waren programmiert –  die Elefanten gingen allerdings im TV-Finale viel disziplinierter – ja, auch müder – vor als in den vergangenen Duellen. Alle schworen ­einem schmutzigen Wahlkampfstil à la Silberstein ab.

Letzte Runde: Was die Spitzenkandidaten wollen

Aufholjagd, Erschöpfung, Elefantenrunde. Es war das Finale in einem bisher beispiellosen TV-Wahlkampf – moderiert von den zwei kampfgestählten ORF-Stars Tarek Leitner und Claudia Reiterer. Wut-Attacken blieben aus – jeder Spitzenkandidat durfte sich sein Lieblings-Thema wählen: Strolz wollte über Bildung reden, Lunacek über die Klimakrise, Strache wollte die Zuwanderung und Islamisierung stoppen, Kurz über das Sozialsystem diskutieren. Kern ist für Vollbeschäftigung.

  • Thema Dirty Campaigning

Kern: Diesen Wahlkampf hätten wird uns in der Tat sparen können. Am 15. Oktober geht es schließlich um Veränderung in diesem Land. Am Ende geht es darum, dass wir dieses Land ­besser machen.

Kurz: Nicht nur Spitzenkandidaten sind froh, wenn bald einmal gewählt wird. Ich habe einen neuen Stil geprägt, andere nicht anzupatzen. Wir alle müssen viel aushalten im Internet und wir sollten darauf schauen, dass so etwas in Zukunft nicht wieder vorkommt.

Strache: Es ist eine politische Unkultur. Die wirklichen ­Probleme der Menschen hat man nicht ernst genommen, und dann auch noch dieser traurige Höhepunkt im Wahlkampf. Dass man sich dann aber hinstellt und sich entschuldigt, das hat nicht stattgefunden. Man hat weiter mit Schuldzuweisungen agiert.

Lunacek: Wir haben versucht, einen Stil in den Wahlkampf zu bringen ohne Hetze und politische Unkultur, die die Regierungsparteien gezeigt haben.

Strolz: Wir wollen Verschwendung beenden, die Parteienförderung kürzen. Die Menschen sollen am Monatsende mehr Geld in der Tasche haben. Wir haben das kleinste Budget im Wahlkampf gehabt, denn mir ist wichtig: Inhalte statt Intrigen.

  • Ziel in neuer Regierung

Strolz: Die Bildungswende: Ich will, dass jedes Kind und jeder Jugendliche seine Talente entfalten kann.

Lunacek: Der Kampf gegen die Klimakrise, es braucht eine klare Ansage.

Strache: Die undifferenzierte Masseneinwanderung stoppen.

Kurz: Die soziale Sicherheit gewährleisten.

Kern: Die Frage ist: Wie kommen wir wieder zu Vollbeschäftigung? Wir müssen in Pflege und Pensionen investieren, und wir brauchen Gleichberechtigung.

  • Streitthema Jobs

Kern: Jobbonus und 50 Plus müssen ausgebaut werden.

Kurz: Mein Vater hat von heute auf morgen seinen Job verloren. Ziel einer Regierung muss sein, dass möglichst viele einen Arbeitsplatz haben, da braucht es eine Trendwende. Weniger Regulierung.

Strache: Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen. Würde ich mich heute wieder selbstständig machen, ich würde heute keinen Kredit bekommen.

Strolz: Man muss die Bürokratie zurückdrängen, den Unternehmergeist fördern, Lohnnebenkosten senken.

Lunacek: Ich fordere mehr Kinderbetreuung und einen Mindestlohn.

  • Streitthema Flüchtlinge

Kurz: Wer sich illegal auf den Weg zu uns macht, darf keine Chance auf einen Asylantrag haben.

Strache: Es braucht ein System, das kein Magnet für illegale Zuwanderung ist.

Kern: Wir haben in Österreich Probleme und viele haben Ängste. Es braucht ein europäisches Asylsystem.

Strolz: Es kann nicht jeder kommen, wie er will. Da müssen wir auch klar sein in den Regeln.

Lunacek: Vermengung zwischen Zuwanderung und Islam ist nicht in Ordnung.     

Wahl der Rekord-TV-Duelle

oe24.TV stellte in diesem Wahlkampf einen Rekord auf: Allein auf Facebook erzielte das oe24.TV-Duell Strache gegen Kurz eine Reichweite von 491.591 Personen – Rekord für Österreich. Auf den oe24-Internetseiten waren 724.311 und im linearen TV 103.000 dabei.

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