Koalition der neuen Freunde

Am Montag kommt Kassasturz

Koalition der neuen Freunde

„Unehrlich nenne ich das“, hatte Heinz-Christian Strache im großen ÖSTERREICH-Wahl-Interview in Richtung seines Konkurrenten Sebastian Kurz gewettert – der hatte ja einen guten Teil jahrelanger FPÖ-Forderungen übernommen und der FPÖ so Wähler abgeluchst. Jetzt, unter dem Eindruck der Koalitionsgespräche, hat sich das Verhältnis grundlegend gewandelt. „Wir waren vorher schon per Du und sind es nach wie vor noch“, verriet Kurz diese Woche zum Start von Schwarz-Blau bzw. Türkis-Blau.

Freundschaftliches Dinner. ÖSTERREICH hatte es bereits berichtet: So richtig nähergekommen sind sich die beiden vor zehn Tagen bei Sushi und Hendl in Straches Klosterneuburger Haus. Es ging um Vertrauensbildung: Strache will nicht wie seinerzeit seine Vorgänger von Wolfgang Schüssel über den Tisch gezogen werden. Kurz auf der anderen Seite sieht sich taktisch der FPÖ ausgeliefert, da die SPÖ für ihn als Verhandlungspartner ausfällt. Zudem hat Kurz panische Angst davor, Strache könnte still und leise mit Kern verhandeln. Also traf man sich zwei Mal und telefonierte viel miteinander.

Zuerst Kassasturz, dann geht es ans Eingemachte

Es gilt, gute Stimmung zu machen: Kurz attestierte Strache im ÖSTERREICH-Interview „gro­ßen Veränderungswillen“ – Strache nannte Kurz am Mittwoch nach den ersten, zweieinhalb Stunden dauernden Gesprächen „einen grundehrlichen Menschen, dem es um Österreich geht“.

Kassasturz. Auch der Koalitionspoker ist ganz auf Vertrauensbildung aufgebaut: Am Montag soll es erst einmal einen Kassa­sturz geben – erst dann wird in fünf Clustern und 25 Untergruppen losverhandelt … G. Schröder

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