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Meinungsforscher hetzt gegen Lunacek

"Frustrierte Lehrerin"

Meinungsforscher hetzt gegen Lunacek

Weitgehend freundlich sind sich SPÖ-Chef Christian Kern und Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek beim TV-Duell Montagabend auf "Puls 4" begegnet. Lunacek sagte ihre Unterstützung für eine Mietrechts-Reform zu, der Kanzler kann sich wiederum gemeinsame Vorstöße in der Asylpolitik, wie die Wiedereinführung des Botschafts-Asyls, vorstellen.

Während Lunacek vergangene Woche mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ordentlich zusammengekracht war, verlief die Konfrontation mit Kern wie erwartet deutlich entspannter.

So unaufgeregt das Duell war, so aufgeregt zeigte sich der OGM-Chef Wolfgang Bachmayer in seiner Analyse. Im „Kurier“ sagt er, dass Lunacek eben Minderheitenprogramme vertrete, wie zum Beispiel das Botschaftsasyl in Afrika. Und der Meinungsforscher geht noch weiter. Ihr Verhalten im Duell analysierte er wie folgt: „Ihr ganzes Auftreten, ihre Gestik und Mimik wirken wie von einer frustrierten Lehrerin in späten Dienstjahren“.

Ist diese Aussage für einen Meinungsforscher angemessen? Auf Twitter schlug es jedenfalls hohe Wellen. So schrieb ZiB-2-Anchorman Armin Wolf: „Meinungsforscher Bachmayer erforscht seine eigene Meinung. Alter Vater…“

 

 

Auch „Falter“-Chefredakteur Florian Klenk meldete sich zur Aussage. Er postete einen Screenshot und schrieb darüber „Meinungsverorscher“.

Viele werfen Bachmayer jetzt sogar Sexismus vor. Einem Mann hätte man so etwas nie vorgeworfen. „Ein Klassiker. Bei Männern heißt es ‚erfahren, souverän, abgeklärt‘. Bei Frauen ‚alt, frustriert, (Ober)Lehrerin“, schreibt der Grüne Georg Bürstmayr.

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