Häupl pokert um Wien-Koalition - aber mit wem?

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Häupl pokert um Wien-Koalition - aber mit wem?

Ein Rathaus-Insider bringt die SPÖ-Stimmung auf den Punkt: „Für Rot-Grün spricht einzig und allein, dass wir eine solide Mehrheit mit vier Mandaten Überhang hätten. Sonst fällt bei uns angesichts der angeschlagenen Maria Vassilakou niemand etwas Positives dazu ein.“ Mit den Grünen könne man etwa die brennenden Migrationsfragen nicht lösen: „Die wollen Gutmensch-Folklore, wir brauchen zupackende Realpolitik. Das geht mit dem VP-Wirtschaftsflügel besser.“

Erfolg bei Jobs & Migration nur mit neuer Koalition

Kernthemen. Die inhaltlichen Bedingungen formulierte Michael Häupl so: „Wir müssen die Kernthemen Arbeitsplätze und Migration ordentlich lösen.“ Und das, so heißt es in der Wiener SPÖ, gehe am besten mit Wiens Wirtschaftskammer-Chef Walter Ruck. Das Problem, dass Neo-VP-Chef Blümel „von der Bundes-ÖVP ferngesteuert ist“, wie Häupl ätzte, werde man lösen können – zumal Blümel nicht das Verlierer-Image der alten VP-Garde habe.

Häupl überlegt Rot-Schwarz-NEOS

Das – gewichtigere – Problem, dass man nur eine Stimme Mehrheit hätte, will man in der SPÖ so lösen: „Häupl war immer für Überraschungen gut. Vielleicht holt er diesmal die Neos doch ins Boot“, sagt ein anderer Spitzen-Roter.

Rot-Schwarz-Pink hätte eine satte Mehrheit – und den Charme des völlig Neuen. Beate Meinl-Reisinger (Neos) reagiert prompt: „Ich verschließe mich Gesprächen nicht, auch wenn ich mich nicht billig für eine schwankende Mehrheit hergebe.“ In fünf Wochen soll die Koalition stehen – dann wird man wissen, ob Häupl nur den Preis für Rot-Grün hochtrieb oder ob er es ernst meinte.

Wiener Koalitionsvarianten 1/2
Rot-Grün: Der klarste Anti-Strache-Kurs
  • Stabile Mehrheit
    Das Top-Argument gegen komplizierte Dreierkoalitionen und gegen eine hauchdünne Mehrheit bei Rot-Schwarz sind vier Mandate Überhang für Rot-Grün.
  • Anti-Strache-Kurs
    Viele SP-Wähler wollten einen rot-grünen Kurs gegen Strache.
  • Grüne Troubles
    Nach ihrem Rücktritt vom Rücktritt ist Maria Vassilakou geschwächt.
  • Grüne Machtspiele
    Viele Rote sind sauer, dass die SPÖ alle Probleme allein anging, während die Grünen nur ihre Lieblingsprojekte (MaHü) favorisierten und Solos spielten.
Rot-Schwarz-Pink: Häupls flotter Dreier
  • Neuigkeitswert
    Die Wähler wollen, dass Wien neu regiert wird – Rot-Schwarz-Pink wäre dafür ein klares Signal.
  • Wirtschaftspolitik
    Echte Wachstumspolitik geht nur mit dem VP-Wirtschaftsflügel.
  • Migration
    Zupackende Politik ist bei diesem Dreier machbar.
  • Chaos droht
    Die Radikalität der Neos verschreckt viele SPÖler, die aus der Sozialpartner-Ecke kommen.
  • Privatisierungen
    Der Ärger über die letzte rot-schwarzen Koalition mit VP-Tricks bei Privatisierungen (Bank Austria) sitzt bei der SPÖ bis heute tief.

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