Neos-Chefin Meinl-Reisinger

"Ich kämpfe allein gegen das System"

ÖSTERREICH: Nach der Elefantenrunde wurde Ihr aggressiver Ton kritisiert. Haben ältere Herren ein Problem mit Ihnen, oder Sie mit den älteren Herren?

Beate Meinl-Reisinger: Keine Ahnung. Vor der Runde war ich wenig bekannt. Jetzt bleibe ich in Erinnerung. Ich habe als Einzige gegen das System gekämpft und konnte als Einzige gegen Korruption und für Bildung auftreten.

ÖSTERREICH: Haben Sie nicht Wähler verschreckt?

Meinl-reisinger: Ich liege in den Umfragen besser als meine Partei. Deshalb bin ich sehr optimistisch, dass wir über die Fünf-Prozent-Hürde für den Gemeinderat springen werden.

ÖSTERREICH: Sie sagen nur, dass Sie Strache nicht wählen. Würden Sie einen anderen FP-Kandidaten wählen?

Meinl-Reisinger: Ihn wähle ich garantiert nicht. Und andere FPÖ-Kandidaten würden heißen, dass es blaue Stadträte aus dem Strache-Dunstkreis gibt. Da ist der Preis viel zu hoch. Schließlich ist die Justiz bis heute mit der letzten schwarz-blauen Regierung noch nicht fertig.

ÖSTERREICH: Aber beim Asyl-Thema sagen Sie wie Strache, dass nicht jeder kommen kann, oder?

Meinl-reisinger: Die Rechtspopulisten sprechen oft richtige Themen an, bieten aber nie Lösungen. Straches Tonalität ist jenseitig. Dass die FPÖ demonstrativ die Befreiungsfeier im KZ Mauthausen schwänzt, ist unglaublich.

ÖSTERREICH: Warum soll man Neos wählen, wenn man gegen Strache ist?

Meinl-reisinger: Ihn kann nur eine neue Kraft stoppen. Es ist kaum auszuhalten, dass Rot und Schwarz nichts zusammenbringen und ihn dadurch nur fördern. (gaj)

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