TV-Duell: 3 Gewinner, 2 Verlierer

Elefantenrunde

TV-Duell: 3 Gewinner, 2 Verlierer

Über eine Million Menschen verfolgten die Politikerrunde von ORF und Puls 4 am Montagabend. Fünf Tage vor der Wien-Wahl analysieren Experten, wer am meisten ­profitieren konnte.

Häupl solide, aber nicht offensiv

  • Zu wenig offensiv: Politik-­Berater Thomas Hofer sagt ­ÖSTERREICH, dass SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl zwar am Beginn der TV-Konfrontation „stark und angriffig gegen FPÖ-Chef Strache“, aber dann „zu wenig offensiv gewesen sei. Er hätte stärker grüne und bürgerliche Wähler, die SPÖ wählen könnten, ansprechen sollen.“ Häupl habe seine Chancen nicht optimal genutzt, so Polit-Experte Thomas Hofer.
  • Staatsmännisch & ruhig: PR-Experte Wolfgang Rosam bewertet Häupl hingegen weit besser: Ihm habe die Runde „sicher genützt. Er war der Staatsmann in der Runde und hat den überlegten, den Überblick bewahrenden Bürgermeister gegeben – auch in seiner Körperhaltung.“ Die ruhige Art sei positiv zu sehen.

Umfrage zur TV-Konmfrointation: Wer hat am meisten überzeugt?

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Strache Kreide gefressen statt Härte

  • Kreide gefressen & gepunktet: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache habe davon profitiert, dass SPÖ, ÖVP, Grüne und Neos ihn alle angegriffen hätten. Er habe „sich in der Opferrolle gesuhlt“, meint Hofer. Zudem habe der FPÖ-Chef vor der Elefantenrunde „Kreide gefressen“. Er habe sich „staatsmännisch gegeben“ und damit gepunktet, sagt Hofer.
  • Staatsmännisch & gut gecoacht: Wolfgang Rosam fand Straches Auftritt ebenfalls „staatsmännisch“. Strache habe „die Contenance behalten. Eine Ausnahme war der Angriff auf Häupl, bei dem er ihm Charakterlosigkeit vorgeworfen hat. Das kommt nicht gut rüber, wenn man dem politischen Gegner keinen Respekt erweist.“ Grundsätzlich sei der Ober-Blaue „gut gecoacht“. Am meisten habe er davon profitiert, dass ausgiebig über die Flüchtlingskrise debattiert wurde.

Das VIDEO: Häupl gegen Strache im TV-Duell

Video zum Thema TV-Duell: Häupl vs Strache
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Vassilakou gut gepunktet

  • Meiste Pointen vorbereitet: Die grüne Spitzenkandidatin Maria Vassilakou habe vor der TV-Konfrontation die „meisten Pointen vorbereitet“, sagt Hofer. Sie „hat ihre Klientel gut angesprochen“. n Souverän & klar: Noch positiver zeigt sich Rosam über den Auftritt der Vizebürgermeisterin: Sie sei „eine der Stärksten“ gewesen. Ihr Auftritt sei „souverän und klar gewesen“. Auch Häupl habe ihr wohlwollend gelauscht.


Jaraczka auf verlorenem Posten

  • Bemüht, aber aussichtslos: Knapp analysiert Hofer den Auftritt von VP-Spitzenkandidat Manfred Juraczka: „Bemüht, aber aussichtslos.“ Vernichtend die Kritik von Rosam: Juraczka „war nervös und schlecht vorbereitet. Von ihm hätte ich mir mehr erwartet.“

Meinl-Reisinger böse Kritiken

  • Schlagabtausch: Beate Meinl-Reisinger sei nur mit „ihrem Schlagabtausch gegen Moderator Tesarek aufgefallen“.
  • Katastrophe: Rosam: „Sie war eine Katastrophe.“
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