Zwei Damen rittern um Koalition mit SPÖ

Brautschau

 

Zwei Damen rittern um Koalition mit SPÖ

Eine einzige Koalitionsvariante für Wien schloss Bürgermeister Michael Häupl schon vor der Bekanntgabe des Wiener Endergebnisses dezidiert aus: „Was vor der Wahl gegolten hat, gilt auch danach: Es wird keine Koalition der SPÖ mit der FPÖ geben.“ Und damit dürfte er durchaus dem Wählerwillen entsprechen, besagt eine Wahltagsbefragung des Sora-Instituts: Nur 19 Prozent der Wiener wollen Rot-Blau.

Wiener für Rot-Schwarz, SP-Fans für Rot-Grün
Eine knappe Mehrheit der Wiener von 34 Prozent ist für Rot-Schwarz, 28 Prozent wollen Rot-Grün.

Eine Stimmung, die sich offenbar auch mit den Wünschen von Bürgermeister Michael Häupl annähernd deckt: Er will – bei allen atmosphärischen Problemen mit der Bundespolitikerin Christine Marek – wohl zuerst ernsthaft mit der ÖVP über eine Koalition verhandeln. „Bis Ende November soll die Koalition stehen“, macht der Bürgermeister schon jetzt Druck.

Realistisch ginge das von den Inhalten her viel eher als mit den Grünen, die als Koalitionsbedingungen wohl unüberwindbare Hürden in Sachen „Autofahrer-Quälen“ und „Parkgaragen verhindern“ aufbauen würden.

Neue Mittelschule wird zum Koalitionsknackpunkt
Bei der ÖVP würde sich vor allem der Gewerkschaftsflügel der SPÖ da schon deutlich leichter tun – wie im Bund könnte man bestimmte Fragen bei Arbeitsplätzen und Wirtschaftspolitik sozialpartnerschaftlich leichter lösen – falls sich VP-intern die Pragmatiker gegen die Hardliner durchsetzen.

Denn billig ist eine Koalition mit Häupl für den großen Wahlverlierer ÖVP auf keinen Fall: „Wenn Marek tatsächlich drei Stadträte fordert, stehe ich sofort auf und gehe“, kündigte Häupl noch am Wahlabend im ÖSTERREICH-Interview eine harte Reaktion auf die Machtgelüste der ÖVP (Vizebürgermeister für Sicherheit, Stadträte für Kultur und Planung) an.

Eine Ansage von Christine Marek könnte zum Knackpunkt der Verhandlungen werden: Sie machte selbst die Neue Mittelschule zur Koalitionsfrage. Für Häupl gibt es kein Zurück von seinem Top-Thema Bildungsreform. Sollte Marek da hart bleiben, steigen die grünen Chancen wohl rapide.

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