ÖVP-Wien - Obmann-Entscheidung vertagt

Hahn-Nachfolge

ÖVP-Wien - Obmann-Entscheidung vertagt

Die Wiener ÖVP hat am Montagabend die Entscheidung über die Nachfolge von Johannes Hahn als Parteichef vertagt. Man werde eine Wahlkommission einberufen, die in den kommenden Wochen eine Entscheidung treffen soll, unterstrich der künftige EU-Kommissar Hahn nach der Sitzung. Die Beschlüsse würden dabei schon im eigenen Interesse zügig fallen: "Ich werde deutlich früher, als ich zum Parlamentshearing antreten muss, nicht mehr Wiener Landesobmann sein."

Entscheidungen "deutlich vor Weihnachten"
So werde es bald einen Parteitag und einen geschäftsführenden Parteiobmann geben. In jedem Falle sollten alle Entscheidungen "deutlich früher als Weihnachten" getroffen sein. Am heutigen Abend sei dabei auch nicht die Frage entschieden worden, ob man die Funktionen Parteiobmann und Spitzenkandidat für die anstehende Wien-Wahl splitten werde: "Das wird in den kommenden Tagen auszudiskutieren sein."

"Keine Gräben - wie aus einem Guss"
Er habe ohnedies nie verstanden, weshalb ein solcher Druck bezüglich einer Entscheidung aufgebaut worden sei - er schätze schließlich die Diskussionskultur innerhalb der Volkspartei: "Es gibt keine Gräben mehr in dieser Wiener ÖVP - das ist wie aus einem Guss."

Nun sei jedenfalls die Wahlkommission am Zug, die sich aus den Mitgliedern des Präsidiums zusammensetzt und verschiedene Kandidaten und Kandidatinnen zur Auswahl habe: "Es ist eigentlich schön, auswählen zu können und nicht suchen zu müssen." Eine Präferenz für einen männlichen Nachfolger oder eine weibliche Kandidatin ließ Hahn dabei nicht erkennen: "Wir sind gegendert."

Himmer als Gegenkandidat für Maier
Keinen Kommentar ließ sich hingegen der vor der Sitzung als Favorit für den Obmannsposten gehandelte Raiffeisen-Generalsekretär Ferry Maier entlocken. Er verschwand nach der Sitzung durch die Hintertür. Möglicherweise hat ihm auf den Magen geschlagen, dass Harald Himmer als sein Gegenkandidat antreten werde. Aus dem Gerücht war am Laufe des Montags Gewissheit geworden.

Bundesrat Himmer, Chef von Alcatel Austria und einst als Jung-VPler mit dem Slogan "Bonzen quälen, Himmer wählen" bekannt geworden, erklärte in einem Telefonat mit Hahn, dass er sowohl VP-Chef in Wien als auch Wissenschcaftsminister werden wolle.

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