Blamage für Europa beim Asyl-Gipfel

Wolfgang Fellner

Blamage für Europa beim Asyl-Gipfel

Wenn es noch einen Beweis gebraucht hat, dass der österreichische „Alleingang“ in der Flüchtlingsfrage die einzig richtige Entscheidung war …

… der EU-Gipfel hat sie heute Nacht erbracht: Eine völlig zerstrittene und zu Entscheidungen unfähige EU-Spitze hat einmal mehr zu keiner Lösung des so dringenden Asyl-Chaos gefunden. Nicht einmal zur bereits vorbereiteten Resolution für geschlossene Grenzen auf der Balkan-Route hat es gereicht.

Die Türken, die angesichts der Ohnmacht der EU immer kecker werden, haben vielmehr den EU-Staatschefs regelrecht die politischen Unterhosen ausgezogen: Hilfe beim Einbremsen der Flüchtlingsströme gibt es nur gegen unverschämte 6 Milliarden, Visa-Freiheit und EU-Beitritt.

Egal wie man zu einem EU-Beitritt der Türken steht (manches spricht dafür) – aber frecher ist Europa noch nie erpresst worden. Die Forderung zeigt nur: Wer sich bei der Lösung des Asyl-Tsunamis auf die Türken verlassen hat (wie Angela Merkel) – ist verlassen und blamiert.

Werner Faymann und un­sere Regierung haben – aus heutiger Sicht betrachtet – absolut richtig gehandelt, als sie unsere Obergrenze fest­gelegt, das Durchwinken ­beendet und die Grenzen ­geschlossen haben.

Wer wie Angela Merkel geträumt hat, dass die EU das Flüchtlings-Chaos gemeinsam lösen wird, steht – vorerst – auf verlorenem Posten. Das Vertrauen in die EU wird jetzt auf den Nullpunkt sinken – die EU-Spitze steht vor der schwersten Krise ihrer Geschichte.

Österreich hat den richtigen Weg beschritten – im heutigen Europa kann leider nur derjenige überleben, der seine Interessen selbst durchsetzt.

Autor: Wolfgang Fellner
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