Das sagt ÖSTERREICH

Wolfgang Fellner

Das sagt ÖSTERREICH

Eine Welle der Empörung gegen Österreichs Lehrer braut sich derzeit bei den gut 4 Millionen Eltern zusammen. Noch nie hat ein Interview in ÖSTERREICH so viel Zustimmung ausgelöst wie jenes von Hannes Androsch in der gestrigen Ausgabe.
Androsch hat die Lehrergewerkschaft mit dem „russischen Sowjet“ verglichen und gefordert: Schluss mit der Geiselhaft – unsere Regierung soll das neue Dienstrecht ohne Zustimmung der Lehrer beschließen.

Binnen Stunden trafen Hunderte E-Mails ein – alle mit voller Unterstützung. Den Eltern reicht’s!

In Wahrheit ist das neue Lehrer-Dienstrecht ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Die Regierung hat aus lauter Angst vor den sowjetischen Lehrer-Gewerkschaftern einen viel zu weichen Vorschlag vorgelegt.

Der anerkannte Experte Salcher sagt heute in ÖSTERREICH: Lehrer haben gefälligst wie jeder Arbeitnehmer die gesamte Zeit an ihrem Arbeitsplatz zu sein. Lehrer sollen nicht 24, sondern gefälligst alle 38 Stunden in der Schule sein. Von Skandinavien bis Amerika beträgt die Schul-Anwesenheit der Lehrer mehr als 30 Stunden.

Nächste Woche findet die 28. Verhandlungsrunde zwischen Lehrergewerkschaftern und Regierung statt. Der präpotente Lehrer-Betonschädl Neugebauer hat bereits angekündigt, dass er drei weitere Jahre verhandeln will.

Österreichs Eltern werden das nicht mehr zulassen. Wenn die ÖVP wirklich Handlanger der Lehrergewerkschaft wird, kann sie einen Wahlsieg im Herbst vergessen. Der Kanzler kündigt an, ein Machtwort zu sprechen, wenn die Einigung nicht kommt. Das ist dringend nötig.

Das Machtwort kann nur heißen: Die Reform kommt auch ohne Zustimmung der Betonschädl-Gewerkschafter. Für unsere Kinder.

Meinung an: wolfgangfellner@oe24.at

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