Das sagt ÖSTERREICH

Wolfgang Fellner

Das sagt ÖSTERREICH

Österreich erlebt in diesen Tagen – kurz vor zwei Landtagswahlen – die ­dramatische Zuspitzung der Flüchtlingskrise. Und zwei völlig gegensätzliche politische Positionen.

Kanzler Faymann und Bürgermeister Häupl vertreten die Position der humanitären Hilfe. Kein Stacheldraht, kein Tränengas gegen Flüchtlinge. Faymann ist fast schon der letzte liebe „Gallier“ im Kampf gegen die „Römer“.

HC Strache vertritt die genau entgegengesetzte Position. Heute fordert er sogar einen Grenzzaun.

Völlig offen ist, wie die Österreicher – und vor allem die Wiener – bei dieser Alternative entscheiden:

Ist die Mehrheit für den menschlichen Weg? Wird von den Wählern anerkannt, dass gerade Häupl in Wien trotz Durchzugs von weit über 200.000 Asyl-Suchenden jedes ­Chaos vermeiden konnte?

Oder bekommen die Wähler zunehmend Angst vor dem Massenansturm, der nach kurzer Pause jetzt möglicherweise über die Steiermark hereinbricht?

Wollen die Österreicher einen „HC Orbán“, der das Land dichtmacht – oder einen „menschlichen Kanzler“, der die Grenzen offen hält und die EU auf einem Sondergipfel zu einer Koalition der Guten mit freiwilliger Quote umstimmt?

Alles hängt in Wahrheit vom Ansturm der nächsten 10 Tage ab. Bleibt die Lage ruhig und ziehen die Flüchtlinge weiter, wird die Position der Menschlichkeit siegen. Überrollen aber die nächsten 100.000 Syrer unser Land – und kommen sie nicht weiter – dann droht ein Erdrutsch für Strache.

Dann wird Österreich zum nächsten Ungarn.

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