Sonderthema:
Das sagt ÖSTERREICH

Wolfgang Fellner

Das sagt ÖSTERREICH

Der Streit um die Errichtung von Grenzzäunen wird Europa spalten. Auf der einen Seite die Angst-Politiker, die aus Sorge vor dem Ansturm der Flüchtlinge aus jedem Land eine Festung machen wollen. Auf der anderen Seite jene, die die Hoffnung haben, dass wir die neue Völkerwanderung ohne Stacheldraht überstehen. Sie werden leider immer weniger.

Ein Grenzzaun mit Stacheldraht rund um jedes Land wäre eine Bankrott-Erklärung der EU. Soll all das, wofür wir Europa lieben, beim Teufel sein, nur weil wir mit 500.000 Kriegs-Flüchtlingen nicht menschlich umgehen können?

Klar muss aber auch sein: Der Ansturm kann so nicht weitergehen. Wenn diese Woche mehr als 100.000 Flüchtlinge kommen, wären das im kommenden Jahr 5 Millionen Asyl-Ansuchen. Wer soll die noch aufnehmen können?

Die EU steht vor ihrer größten Herausforderung. Die Grenzzäune gehören nicht innerhalb Europas errichtet, die EU muss ihre Außengrenze professionell sichern. Es darf doch nicht wahr sein, dass eine Staaten-Gemeinschaft mit Hunderten Kriegsschiffen nicht 500 schrottreife Schlauchboote stoppen kann. Es darf auch nicht wahr sein, dass die EU auf den im Winter leeren griechischen Inseln nicht Auffanglager errichten kann.

Nur: Das muss endlich passieren. Noch diese Woche. Die Wanderung der Ärmsten in T-Shirts und Sandalen darf es im Winter nicht mehr geben. Sonst ist das Projekt Europa kaputt. Und wir fahren in Zukunft am Weg zur kroatischen Küste durch einen Stacheldrahtzaun. Na, danke …

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