Das sagt ÖSTERREICH

Wolfgang Fellner

Das sagt ÖSTERREICH

Allmählich wird der Wahlkampf für die Heeres-Volksbefragung dramatisch. Auf der einen Seite werden die Umfragen immer knapper, die Zustimmung zum Profiheer nimmt zu. Auf der anderen Seite zerbröselt just in dieser Aufholphase die SPÖ-Spitze. Dass sich die Salzburger SPÖ-Chefin Gabi Burgstaller jetzt offen zur Wehrpflicht bekennt, ist für die SPÖ ein schwerer Tiefschlag.

Seit Wochen bemüht sich die rote Parteispitze Faymann-Häupl-Darabos verzweifelt, den Österreichern zu erklären, dass ein Profiheer besser als ein ungeliebter Zwangsdienst ist. Von der Logik her spricht alles für den SPÖ-Vorschlag: Natürlich braucht kein Mensch mehr einen Grundwehrdienst, der ein Operettenheer für einen Möchtegern-Krieg ausbildet.

Profis
Natürlich braucht es für Katastropheneinsätze, Auslandsdienste, Cyber-War oder Grenzsicherung in Zukunft gut ausgebildete Profis. Natürlich gibt es mehr als genug Bewerber für einen gut bezahlten Heeresdienst.

Der SPÖ ist es bisher nicht gelungen, die Vorteile des Profiheeres breit zu kommunizieren – und es ist ihr bisher auch nicht gelungen, der emotionalen Angst vor dem Ende des Zivildienstes zu kontern.

Aber offenbar sind davon nicht einmal die Quergeister im SPÖ-Parteivorstand zu überzeugen. Burgstaller ist für die SPÖ mit dem Spekulations-Wahnsinn nicht nur ein politisches, sondern jetzt auch ein emotionales Problem geworden.

Bauchfleck
Die Faymann-Truppe wird ab sofort in den zwei Wochen bis zur Volksabstimmung extrem offensiv agieren müssen – sonst wird die erste Abstimmung im Jahr 2013 zum ersten roten Bauchfleck. Faymann wird nun schnell Flagge zeigen müssen – sonst schwimmt ihm mit seiner „Gabi“ das Wahljahr buchstäblich davon.

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