Das sagt Österreich

Wolfgang Fellner

Das sagt Österreich

Totgesagte leben länger – vor allem in der Politik. Keine Rede mehr von einem SPÖ-Putsch – Werner Faymann hat sich mit einem veritablen Zwischenspurt in der Kanzlerfrage zurück auf Platz 1 gekämpft.

Faymann ist immer dann am stärksten, wenn er mit dem Rücken zur Wand steht – die neuen Umfragen zeigen aber auch, dass die Österreicher es honorieren, wenn sie spüren, dass ein Politiker ehrlich arbeitet.

Der Kanzler hat (so wie auch Angela Merkel) mit Totaleinsatz für die Griechen-Rettung gekämpft, 
er engagiert sich endlich selbst für Lösungen in der Asyl- und Schul-Frage.

Das mag man richtig ­finden oder nicht (die Mehrheit steht der neuen Griechen-Hilfe skeptisch gegenüber) – aber man sieht wieder Leben im Kanzleramt, Faymann strahlt endlich wieder Leadership aus und der Kanzler steht für die Sicherheit des Euro.

In Wien wird die Lage für die SPÖ dramatisch
Trotzdem wird der Herbst für die SPÖ dramatisch werden. Die FPÖ ist dabei, den Roten in Wien buchstäblich die Unterhosen auszuziehen. Was undenkbar schien, wird immer realer: dass HC Strache Häupl schlägt.

Die SPÖ scheint völlig weggetreten, weit und breit ist kein Wahlkampf und kein Häupl zu sehen.

Wenn das so weitergeht, hat die SPÖ in Wien am 
13. Oktober nur mehr zwei Optionen: Rot-Blau oder 
Abtritt – und es regiert in Wien eine blau-schwarz-­rosa Regenbogen-Koalition.

Dann freilich gibt es ein innenpolitisches Erdbeben – und Strache steht vor dem Weg ins Kanzleramt.

Autor: Wolfgang Fellner
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