Sonderthema:
Das sagt Österreich

Wolfgang Fellner:

Das sagt Österreich

Es gibt Momente, da muss man als Journalist, der gerne kritisiert, kurz innehalten. Wir sehen die Bilder aus Griechenland – unser „Traum-Urlaubsland“ vergangener Jahre. STS haben mal hymnisch gesungen: „Irgendwann bleib i dann durt …“ Gestern in Athen: Streik, Chaos, brennende Autos, prügelnde Polizei, ein Premier, der ratlos ist, eine Regierung, die sich auflöst, ein Sparpaket, das keiner will, ein Staat, der völlig bankrott und pleite ist. Und gleichzeitig bei uns: Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Inflationsrate sinkt, das Wirtschaftswachstum steigt, die Schulden bremsen sich ein – wir haben ein AAA-Rating. Österreich wird zur Insel der Seligen im Chaos-Europa. Seit der Regierungs-Umbildung arbeitet die Koalition endlich – und blockiert sich nicht mehr. Allein seit der Klausur wurden zwei Dutzend Vorhaben verwirklicht: Schulreform, Rot-Weiß-Rot-Card, neues Wahlrecht, gestern sogar Anti-Korruptions- und Lobbying-Gesetz, bei dem sich ÖVP und SPÖ längstens bekriegt haben.
Bei aller Kritik, dass wir gerne eine große Steuer-Reform, ein Ende der Wehrpflicht, eine Verwaltungs-Reform hätten – unsere Regierung wirkt derzeit wie ausgewechselt. Endlich geht was weiter, endlich arbeitet die Koalition als Team. Bravo. In Zeiten des griechischen Chaos wirkt das wohltuend. Deshalb die Bitte: Liebe Koalition, geh’ mit unserem Steuergeld im Griechen-Chaos sorgfältig um. Verbrennt kein Geld im bankrotten Athen. Wir brauchen unsere Euros selber – gerade wenn diese Koalition jetzt endlich den versprochenen Schwung bekommt.

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