Das sagt Österreich

Wolfgang Fellner:

Das sagt Österreich

In Österreichs Medien-Szene sind derzeit die journalistischen Bettnässer unterwegs. Weil ihnen aufgrund des großen Erfolgs von ÖSTERREICH und des Gratisblättchens Heute die Leser davonlaufen, pinkeln die offenbar verzweifelten Chefredakteure von KURIER und einigen Bundesländer-Blättern die eigene Branche an. Hauptziel: auflagenstarke Blätter wie Krone, Heute und ÖSTERREICH.
Der Vorwurf hat Kindergarten-Niveau: Weil Krone, Heute und ÖSTERREICH – angeblich – mehr Inserate von öffentlichen Stellen hätten als KURIER und Kleine, wird behauptet, Regierung und Stadt Wien würden sich mit Inseraten freundliche Berichterstattung „kaufen“.
Hier werfen Leute mit Kieselsteinen, die selbst im Glashaus sitzen. Im Gegensatz zu KURIER und Kleine ist ÖSTERREICH 100-prozentig unabhängig. Ich habe diese Zeitung mit eigenem Geld und auf eigenes Risiko aufgebaut und bin deshalb von niemand anderem abhängig als von unseren Lesern. Bei KURIER und Kleine, die jetzt so tun, als hätten sie die journalistische Unabhängigkeit erfunden, ist das definitiv nicht der Fall:
Der KURIER gehört Raiffeisen und schreibt seit Jahren nur das, was Raiffeisen diktiert. Da Raiffeisen die ÖVP finanziert und mit ihr eng verbunden ist, ist der KURIER ein mit vielen Millionen versteckt subventioniertes VP-Parteiorgan.
Bei der „Kleinen“ ist die Situation noch unappetitlicher. Dieses regionale Boulevard-Blatt gehört in Wahrheit der Kirche, ist also eine versteckte Kirchenzeitung, die über Jahre hinweg für ihre ÖVP-nahe Berichterstattung von ÖVP-Ministerien unverschämt viel Inseratengeld kassiert hat. Nur ein kleines Beispiel: Im Jahr 2010 kassierte die überregional bedeutungslose Kleine vom ebenso bedeutungslosen Landwirtschaftsministerium – laut „Focus“-Statistik – Inserate im Wert von mehr als 643.000 Euro. Dazu von der dem Ministerium nahestehenden AMA noch einmal fast eine Million: also über 1,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: ÖSTERREICH bekam von diesem Ministerium trotz deutlich höherer Auflage Inserate für 147.000 Euro.
So sieht also die Wahrheit aus. Zwei Chefredakteure von KURIER und „Kleine“ pinkeln die Konkurrenz an, halten aber selbst beim Kassieren kräftig die Hand auf. Wenn die beiden Pharisäer der Meinung sind, dass Regierungs-Inserate nicht zu unabhängigem Journalismus passen, dann sollen sie gefälligst keine Inserate mehr nehmen.
Letztklassig ist, dass der Eigentümer von Kleine und Presse – trotz Millionengewinnen – fast 2 Millionen (!) Euro an „Presseförderung“ kassiert. Das zahlt der Steuerzahler – wie lange noch?
ÖSTERREICH dagegen hat von Beginn an auf die „Presseförderung“ verzichtet. Wir sind wirklich unabhängig – auch von der Regierung und ihrer „Presseförderung“, die endlich abgestellt gehört.

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