Das sagt Österreich

Wolfgang Fellner

Das sagt Österreich

Das Urteil der OECD zu unserem Schulsystem ist vernichtend: Erstmals wird schwarz auf weiß bewiesen, dass die Bildungs-Ausgaben in Österreich deutlich zurückgehen.

1995 gab Österreich noch 6,2 % des BIP für Bildung aus – jetzt sind es nur mehr 5,4 %. Heißt: Wir investieren von Jahr zu Jahr weniger in die Zukunft unserer Kinder. Der Eindruck, dass der Zustand unserer Schulen und Unis immer mieser wird, täuscht also nicht.

Noch dramatischer die Fakten zu unseren Lehrern: Während deutsche Lehrer 756 Stunden und jene in den USA sogar 1.068 Stunden pro Jahr in der Klasse unterrichten, leisten unsere Lehrer nur 607 Stunden im Jahr (das sind kaum mehr als 2 Stunden pro Werktag) Unterricht.

Das zeigt, wie krank unser Schulsystem ist. Gesetzlich beträgt die Arbeitszeit unserer Lehrer 1.776 Stunden – doch 1.159 Stunden pro Jahr gehen bei unseren Lehrern mit angeblicher Vorbereitung und absurdem Verwaltungskram flöten.

Unfassbar: 1.159 unproduktive Arbeitsstunden stehen bei unseren Lehrern nur 607 produktiven Unterrichtsstunden gegenüber.

Wie lange, bitteschön, braucht diese Regierung eigentlich noch, um diesen für unsere Kinder desaströsen Zustand zu beenden?

Wann kommt endlich die seit Jahren versprochene Reform des Lehrerdienstrechts? Wie lange wollen sich Lehrer-Gewerkschaft und Ministerium noch blockieren?
Lehrer gehören – wie überall auf der Welt – ganztags in die Schule und zu den Kindern. Die OECD-Studie beweist: Wir sind bei den Lehrern die Republik „Schilda“.

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