Das sagt Österreich

Wolfgang Fellner

Das sagt Österreich

Das ist ärgerlich: Eigentlich sollte der EU-Gipfel gestern beraten, wie wir in Europa 2012 wieder Wachstum schaffen, wie wir die Defizite verringern, aber trotzdem mehr Geld für Investitionen haben. Das wäre genau das Signal gewesen, das die Wirtschaft braucht und das die Börsen weltweit hören wollen.

Stattdessen beherrschte zum hundertsten Mal das Jammer-Thema Griechenland die gesamte mediale Berichterstattung. Nach zehn EU-Gipfeln, die bereits vom Griechen-Debakel überschattet wurden, ist klar: Ohne Lösung der Griechen-Pleite kommen wir aus der Euro-Krise ganz sicher nicht heraus.

Deshalb ist es lächerlich, sich über den deutschen Vorschlag eines eigenen „Sparkommissars“ für die Griechen zu empören. Natürlich brauchen die Griechen einen „Kontrollor“, der dafür sorgt, dass die Sparversprechen auch eingehalten werden. Natürlich ist es das gute Recht aller „Zahler-Nationen“, eine Kon­trolle der überwiesenen Milliarden zu verlangen. Die Griechen sind in Wahrheit bankrott – man muss sie entweder in eine geordnete Pleite schicken, oder die EU muss gemeinsam ihr Defizit in den Griff bekommen. Ohne mutige Lösung ist Griechenland ein Fass ohne Boden, das uns alle in den Abgrund reißt.

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Autor: Wolfgang Fellner
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