Das sagt Österreich

Wolfgang Fellner

Das sagt Österreich

Die EU-Spitze berät zum 20. Mal seit Ausbruch der Schuldenkrise die Rettung des Euro. Langsam wird es ermüdend, Angela Merkel mit wechselnden Partnern bei ihren vom Misserfolg begleiteten Euro-Rettungsversuchen zu beobachten.

Bis auf die unbelehrbare deutsche (Noch-)Kanzlerin ist mittlerweile jedem klar, dass der Merkel-Kurs der EU im letzten Jahr falsch war.

Die Spar-Hysterie der Pastoren-Tochter hat Europa um ein Haar in die Rezession geführt – aber Griechen und Spaniern nicht geholfen.

Die neue Hollande-Doktrin, die die EU-Spitze beschlossen hat, ist viel erfolgversprechender. Was Europa jetzt braucht, ist Wachstum.

Österreich hat in den letzten Jahren den richtigen Kurs gesteuert. Was Hollande als „neu“ propagiert, ist bei uns gelebte Praxis: Der Staat investiert in Konjunktur und Beschäftigung. Er sollte das noch mehr tun, weil nur Wachstum den Wohlstand (und auch den Euro) sichert.

Die Deutschen sind aus d e r EURO geflogen – d e n Euro haben sie in ­eine tiefe Krise manövriert. Angela Merkel hat das Unbelehrbarkeits-Potenzial, das die Euro-Krise unlösbar macht. Man sollte sie endlich aus dem politischen Verkehr ziehen, damit die Euro-Krise im neuen Wachstums-Konsens gelöst werden kann.

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