Das sagt  Österreich

Wolfgang Fellner:

© TZ ÖSTERREICH

Das sagt Österreich

Was ÖSTERREICH seit Jahren kritisiert, ist nun durch eine OECD-Studie bewiesen: Unsere Lehrer sind tatsächlich nur 2 Stunden pro Tag zum Unterrichten in der Klasse.

Statt wie jeder andere Arbeitnehmer 7 bis 8 Stunden täglich am Arbeitsplatz aktiv zu sein, versumpern die wichtigsten Menschen für unsere Kinder zwei Drittel (!) ihrer Arbeitszeit mit unproduktiven Tätigkeiten (wie Verwaltung oder Büro-Kleinkram) oder mit undurchschaubarer „Heimarbeit“ (wie dem angeblichen „Vorbereiten“ des kommenden Unterrichts).

Der OECD-Bericht stellt unserem Bildungswesen ein Armutszeugnis aus. Wir zahlen den zweithöchsten Betrag aller OECD-Staaten für Bildungsausgaben – sind aber das Schlusslicht aller OECD-Staaten bei den Bildungs-Aufsteigern: Nur 26 % aller Kinder haben bei uns eine bessere Bildung als ihre Eltern. Das ist ein Armutszeugnis.

Die Regierung muss jetzt endlich handeln. Schluss mit dem Eiertanz um das neue Lehrerdienstrecht.

Lehrer gehören in die Klasse. Für den Unterricht, aber auch für die Betreuung und Förderung der Kinder. 2 Stunden Unterricht pro Tag sind indiskutabel, 4 Stunden täglich in der Klasse wären die Minimalforderung, damit die Ganztagsschule endlich gut funktioniert.

Die Gewerkschaft muss nach diesem OECD-Debakel ihren Widerstand aufgeben. Sonst soll der Kanzler endlich ein Machtwort sprechen. Den Eltern reißt nämlich demnächst die Geduld.

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