06. Oktober 2012 19:20

Wolfgang Fellner 

Das sagt Österreich

Faymann ist in die primitivste Falle getappt

Das sagt Österreich
© TZ ÖSTERREICH

Kanzler Faymann ist immer dann am stärksten, wenn er in den Umfragen unter Druck gerät. Nach dieser Logik müsste Werner Faymann am SPÖ-Parteitag nächste Woche zur Hochform auflaufen.

>>> Lesen Sie mehr: Sonntagsumfrage - Kanzler Faymann unter Druck

Denn die kapitale Fehl-Entscheidung, beim U-Ausschuss zu den ÖBB- und Asfinag-Inseraten nicht zu erscheinen, hat ihm in der jüngsten Gallup-Umfrage sehr geschadet.

Der Kanzler ist der Opposition in eine der primitivsten Polit-Fallen der letzten Jahre getappt:

Statt cool klarzulegen, dass Inserate in Massenzeitungen für ÖBB und Asfinag ja wohl nicht verboten sind, und anhand von Marktstudien zu beweisen, wie sehr die einst völlig maroden ÖBB ihr Image in der Faymann-Ära verbessert haben …

… ließ sich der Kanzler als „Angsthase der Nation“ vorführen und auf eine Stufe mit „Korruptionsverdächtigen“ wie Grasser, Strasser, Graf Ali oder Gusi-Freund Schlaff stellen.

Nur „Polit-Neurotiker“ der Marke Pilz können allen Ernstes der Meinung sein, dass ein paar Inserate von ÖBB und Asfinag in Krone, Heute oder Österreich zu besten Preis-Leistungs-Konditionen mit millionenschweren Kickbacks und Veruntreuungen rund um Grasser bei Buwog oder um Schlaff bei der Telekom vergleichbar sind. Leider hat der U-Ausschuss sich viel zu sehr im Polit-Hick-Hack verzettelt. So hat er zwar verdienstvoll viele Korruptionssümpfe angedeutet – aber leider keinen einzigen wirklich aufgeklärt.

Aus dem Debakel rund um den Korruptions-Ausschuss sollten sowohl Parlament wie Kanzler lernen:

Der U-Ausschuss gehört auf eine ganz neue Basis gestellt – als permanentes Gremium zur Aufklärung, ohne Zeit- und Zeugen-Begrenzung, mit Profis (wie Ex-Präsident Fiedler) statt Polit-Clowns und Partei-Apparatschiks als Befrager.

Und der Kanzler sollte aufhören, sich zu verstecken, und wieder offensiv werden: Wir brauchen – nach all dem absurden Theater – endlich eine Schul- und Uni-Reform (und zwar dalli), eine Demokratie-Reform, vor allem noch vor der Wahl eine Steuerreform, die dem Mittelstand mehr Gerechtigkeit bringt. Der Kanzler sollte sie am nächsten Wochenende endlich ansagen.

Schicken Sie Ihre Meinung an: wolfgangfellner@oe24.at

Autor: Wolfgang Fellner



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4 Postings
charlykappel meint am 07.10.2012 18:31:47 ANTWORTEN >
Das kann doch wohl nicht Ihre Meinung sein? Wurde da wieder einmal das Magazin gekauft? Diese meinung zieht ganz genau darauf ab, dass Faymann wohl recht gut daran getan hatte, nicht auszusagen. Das heißt aber nichts anderes, als dass Faymann Dreck am Stecken hat.
http://charlykappel.de.nr
kakadu (GAST) meint am 07.10.2012 20:27:02
kannst ncht lesen charly kappel -- oder nicht verstehen - deine antwort hat nix mit dem fellner text zu tun
ottone55 meint am 07.10.2012 13:43:40 ANTWORTEN >
Interessant,ihr Kommentar,die Meinung haben Sie mit der SPÖ exklusiv,scheint ja doch an gewissen Gerüchten was dran zu sein,zwischen Ö24 und Inseraten........
Franz Pehab meint am 07.10.2012 04:45:30 ANTWORTEN >
Der Herr Bundeskanzler hat schlechte Berater,ein Umbau seiner Minister und Politgranden ist überfällig ,will er bei der nächsten Wahl mit einen blauen Auge davon kommen,Cap gehört. Entfernt alc Klubchef,seine Meldungen sid fehl am Platz,Sein Minister kommen beim Volk nicht an und seine Übermäßige Symphaty zu den Grünen schadet Ihm am meisten.
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