Ein Ersatz-Kaiser ist zu wenig...

Das sagt ÖSTERREICH

Ein Ersatz-Kaiser ist zu wenig...

Der Start von Alexander Van der Bellen ist optimal verlaufen: Ein „designierter Präsident“, der gleich am dritten Tag nach seiner Wahl den UN-General trifft, ist das, was sich die Wähler - laut Analysen - gewünscht haben: Einer, den das Ausland schätzt und der wirklich unser Image verbessert - weg vom (absurden) Vorwurf des „Nazi-Landes“, hin zu einer wichtigen Rolle als Vermittler und positive Kraft in Europa.

Für unsere Außenpolitik wird Van der Bellen also ein echter Gewinn sein - einer, mit dem jeder redet.

In der Innenpolitik muss der neue Präsident seine Rolle erst finden. In der ersten Woche fällt auf: Die gesamte Regierung geht mit VdB auf Schmusekurs.

Von Kurz bis Kern liebt jeder den neuen Präsidenten und tritt gern und amikal mit ihm auf.

Das ist freilich nicht alles, was sich die Wähler gewünscht haben. Natürlich: Der VdB-Sieg war ein Votum für Stabilität, gegen Streit und Neuwahlen.

Aber: Die VdB-Wahl war sicher kein Votum für einen Schmusekurs und für ein „Weiter-so“.

Die große Mehrheit der Österreicher will auch vom „sanften“ Van der Bellen einen politischen Neustart im Land - konstruktiv, liberal, pro-EU, aber trotzdem mutig.

Ein Ersatz-Kaiser in der Hofburg ist zu wenig. Auch wenn er gleich am ersten Arbeitstag mit dem UN-General essen geht...

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