09. Februar 2011 10:39

Zum Abbau von Hemmungen 

1. Erotik-Museum in Warschau eröffnet

Ein Museum in Warschau zeigt Erotisches verschiedener Kulturen zu verschiedenen Zeiten.

1. Erotik-Museum in Warschau eröffnet
© muzeumerotyki.com.pl

Ein privates Erotik-Museum will seit Dienstag im katholisch dominierten Polen zum Abbau der Hemmungen beim Thema Sex beitragen. Der Museumsbesitzer Dariusz Kedziora sagte, mit der Ausstellung wolle er den Menschen zeigen, dass Erotik "etwas Normales" sei. Ein ähnliches Projekt in Krakau war im vergangenen Jahr an Protesten von Einwohnern gescheitert.

Das Erotik-Museum in Warschau
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Erotikmuseum
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Erotikmuseum
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Erotikmuseum

Weil das private Projekt in Warschau bis vor kurzem geheim gehalten wurde, blieben Proteste zunächst aus. Ein solches Museum könne jungen Leuten schaden, sagte jedoch ein Sprecher des katholischen Jugendverbandes in Warschau.

Unter rund 2.000 Ausstellungsstücken befinden sich peruanische Skulpturen, japanische Zeichnungen, griechische Vasen und chinesisches Porzellan mit erotischen Motiven. Ein polnischer Kondomautomat aus dem Jahr 1934 dokumentiert damalige Verhütungsmethoden. Zur Sammlung gehören auch deutsche und österreichische Anordnungen aus dem Ersten Weltkrieg, die die Arbeit der Prostituierten im besetzten Polen regelten.

"Die Erotik gilt im öffentlichen Raum in Polen weiterhin als Tabu", sagte der Kulturwissenschafter Radoslaw Muniak am Dienstag bei der Eröffnung der Einrichtung. Die polnische Sprache sei auf diesem Gebiet "sehr arm". Es gebe nur vulgäre oder infantile Ausdrücke, so Muniak.




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